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Städtische Gärten

Eine Diskussion im Hygiene-Museum untersucht, ob sich das Konzept, Lebensmittel im öffentlichen Raum anzubauen, auch für Dresden eignet.

Selbst ist der Städter – so wie hier im Hechtviertel könnte es bald in Teilen Dresdens aussehen.
Selbst ist der Städter – so wie hier im Hechtviertel könnte es bald in Teilen Dresdens aussehen. © Christiane Kupfer / PR

Von Philipp Demankowski

Die Initiatoren hinter dem Konzept „Essbare Stadt“ wollen andere Nutzungsformen für Flächen des öffentlichen Raums etablieren. „Dort, wo sonst Tulpen, Primeln oder Stiefmütterchen wachsen, wachsen dann Tomaten, Mangold oder Erdbeeren“, erklärt Kristin Heinig, die Organisatorin der Diskussion im Hygiene-Museum. Die Einwohnerschaft soll selbstständig ernten können. Die „Essbare Stadt“ soll aber nicht nur der städtischen Nahrungsmittelerzeugung dienen, sondern auch Impulse für Ernährungsbildung, nachhaltige Stadtentwicklung und soziale Teilhabe liefern. Im pfälzischen Andernach wurde das Konzept bereits umgesetzt. Quer durchs gesamte Stadtgebiet sind Nutzpflanzen, aber auch Tiere verteilt.

Die gesunde Drittelstunde

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Dr. Lutz Kosack berichtet bei der Diskussion im Hygiene-Museum von den Erfahrungen der Andernacher.

Doch Andernach ist nicht Dresden. Deshalb wird bei der Veranstaltung die Frage untersucht, ob sich das Konzept für eine Stadt wie Dresden eignet. „Man kann aber bereits im Vorfeld sagen, dass es auch in Dresden schon Ansätze einer essbaren Stadt gibt wie etwa urbane Gemeinschaftsgärten oder Stadtimker“, sagt Kristin Heinig.

Kleingarten 2.0?

Zudem gibt es traditionsreiche Vorläufer. Schließlich werden in hiesigen Kleingärten seit Jahr und Tag Lebensmittel für den Eigengebrauch angebaut. Wie man die Erfahrungen der Kleingärtner nutzt und weiter ausbaut, darüber diskutieren mit Dr. Lutz Kosack die Geografin und Stadtökologin Dr. Martina Artmann sowie Biobauer Peter Probst und Detlef Thiel, der Leiter des Dresdner Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Die Veranstaltung ist Teil der Diskussionsreihe „Zurück oder Zukunft. Wie wir in Dresden leben wollen“, bei der zukunftsweisende Konzepte vorgestellt und die Menschen dahinter miteinander ins Gespräch kommen.

Die Diskussion zum Thema "Wie geht die essbare Stadt?" findet am 18. September, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden statt. Der Eintritt ist frei.