merken
Augusto

Schwelle zum Märchen

Deutschland in neun Fotoserien von Ostkreuz-Absolventen.

Yana Wernicke thematisiert
sorbische Exotik.
Yana Wernicke thematisiert sorbische Exotik. © Yana Wernicke / PR

Von Siiri Klose

Von allen sorbischen Bräuchen sind es gerade mal die Ostereier, die noch in Dresden ankommen. Der Brauch des bunt beschleiften Mädchens, dessen Gesicht vollkommen verschleiert wird, ist dagegen ziemlich unbekannt. 

Küchen-Profi-Center Hülsbusch
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!

Schon Goethe wusste: Essen soll zuerst das Auge erfassen und dann den Magen. Das gelingt besonders gut in einer schicken neuen Küche. Jetzt zum Küchen-Profi-Center Hülsbusch und sich beraten lassen.

In ihrer Abschlussarbeit in der Fotografieschule der berühmten Agentur Ostkreuz hat Yana Wernicke die sorbischen Bräuche abseits der Osterreiter dokumentiert. Das Mädchen symbolisiert das Christkind, das an den Adventssonntagen Nüsse, Äpfel, Pfefferkuchen und seinen Segen verteilt, indem es dreimal mit dem Handrücken über die Wange streichelt. Eine extrem reduzierte Form der Dokumentarfotografie mit einem genauen Gespür für die Schwelle vom Alltag zum Märchen verbindet die Abschlussarbeiten der neun Ostkreuz-Fotografen, die noch bis Mitte Januar in der Ausstellung „Gegenwarten. Deutschland“ zu sehen sind. Zusammen geben sie ein vielschichtiges Bild dieses Landes wieder – vom eingehegten Lebensraum bis zu Träumen von der großen Freiheit.

Die Foto-Ausstellung "Gegenwarten. Deutschland." läuft bis zum 19. Januar, dienstags bis freitags 9 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr in den Technischen Sammlungen Dresden, Junghansstr. 1-3. Karten gibt es für 5, ermäßigt 4 Euro.

Mehr zum Thema Augusto