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Augustusbrücke wird teurer

© Marion Döring

Maroder Sandstein, alte Teerschichten: Die Stadt muss ihre Kostenschätzung schon wieder korrigieren.

Von Sandro Rahrisch

Dresdens geschichtsträchtigste Elbbrücke hatte in den letzten Wochen viele Überraschungen zu bieten: So sind in der Augustusbrücke Reste einer alten Steinbrücke gefunden worden, die aus dem Mittelalter stammen könnten. Allerdings stießen die Bauleute bei der Sanierung auch auf eine alte Steinkohlen-Teerschicht, die ausdünstete, sowie auf Schäden am Sandstein, die sie so nicht erwartet hatten. Das alles hat nicht nur den Zeitplan durcheinandergebracht, sodass die Brücke wohl erst im zweiten Quartal 2020 fertig wird.

Auch die Kosten sind dadurch gestiegen. Von etwa 24,9 Millionen Euro geht die Stadtverwaltung inzwischen aus, wie eine Anfrage von Linke-Fraktionschef André Schollbach ergeben hat. In den letzten Wochen war noch von knapp 23 Millionen Euro die Rede. Schon diese Summe lag über der ursprünglichen Kalkulation. Im November war die Stadt noch von 20,8 Millionen Euro ausgegangen. Immerhin kann sie mit 19,2 Millionen Euro Fördermittel rechnen.

„Bereits beim Umbau des Kulturpalasts ist es infolge erheblicher Mängel bei der Bauleitung zu deutlichen Kostensteigerungen gekommen“, so Schollbach. „Wir werden uns daher die Entwicklung bei der Augustusbrücke genau anschauen.“ Die Brücke soll bereits ab Ende 2019 wieder von Bahnen befahren werden können. Für Autos ist sie in Zukunft ohnehin gesperrt.