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Bautzen

Aus einer Aula werden vier Klassenzimmer

Die freie Mittelschule Großdubrau hat Fördermittel erhalten. Nun kann das Dachgeschoss um- und ausgebaut werden. Dafür bleibt wenig Zeit.

Tina Koppatsch, Schulleiterin der Freien Mittelschule Großdubrau, steht hier in der selten genutzten Aula. Mit Fördermitteln kann sie nun zu Unterrichtsräumen um- und ausgebaut werden. © SZ/Uwe Soeder

Großdubrau. Tina Koppatsch freut sich. Die Schulleiterin der Freien Mittelschule in Großdubrau konnte jetzt einen Scheck in Höhe von über 430 000 Euro in Empfang nehmen. Die Fördermittel aus dem Programm Brücken in die Zukunft gibt es für ein Projekt, das die Schule mehr oder weniger schon in der Schublade hatte. Es geht um den Um- und Ausbau des Dachbereichs, der bisher als Aula genutzt wurde.

Die Planung dieses Projekts hat das ortsansässige Architekturbüro Freund-Klein übernommen. Als klar war, dass die Fördermittel fließen, haben sich auch Claudia Freund-Klein und ihr Mann Stefan Klein darüber gefreut. Allerdings wissen sie auch, dass es eine ganz schöne Herausforderung ist. „Wir können ja eigentlich nur in den Ferien bauen“, sagt Claudia Freund-Klein. Deshalb bereitet sie derzeit die Ausschreibungen vor. Es wird einen großen Eingriff in das Dach geben. Ein Drittel der Fläche wird geöffnet, die jetzigen Gaupen kommen weg. „Die bringen im Inneren ja sowieso nichts“, sagt Stefan Klein. Außerdem war die Aula nicht beheizbar und nur schlecht gedämmt, was die Nutzung sehr einschränkte. 

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Außerdem gibt es ja seit Kurzem einen sanierten Mehrzweckraum im Mittelgebäude, den Grund- und Mittelschule als Speiseraum und für Veranstaltungen nutzen können. So wird der große Dachraum dafür nicht mehr benötigt. Deshalb wird aus dem Dachraum ein Vollgeschoss und es können dort nun vier Unterrichtsräume entstehen. Das sind dann zwei Klassenzimmer, ein Gruppenraum und ein Computerkabinett. „Der große Vorteil dieser vier Räume ist, dass sie mit mobilen Wänden ausgestattet werden. So können je nach Nutzung auch mal ein großer Raum für die schriftlichen Prüfungen entstehen oder das Computerkabinett für Projektarbeit einer ganzen Klasse vergrößert werden. Eine Computerinsel kann andererseits auch einem Klassenraum zugeschaltet werden. „Der Unterricht wird dadurch flexibler“, sagt Stefan Klein.

Bauziel: Ende des Jahres

Außerdem entstehen im Dachgeschoss die bisher fehlenden Lehrer-Toiletten. Es wird einen erweiterten Vorbereitungsraum als Ergänzung für das Lehrerzimmer im Erdgeschoss geben. Außerdem noch einen Projektraum für Ganztagsangebote. Weil das Computerkabinett nach oben zieht, kann dann im jetzigen Raum ein Teil der Garderoben untergebracht werden. Das gesamte Gebäude erhält im Zuge dieser Bauarbeiten Sicherheitsbeleuchtung. Die meisten bisherigen Veränderungen im Gebäude der Freien Mittelschule sind historisch gewachsen. Von nur einer fünften Klasse im Jahr 2007 bis jetzt, wo erstmals Fünftklässler in zwei Klassen lernen, wurden immer Lösungen gefunden. „Es ist gut, dass nicht nur Stück für Stück verplant wird, sondern dass der Trägerverein auch eine Vision hat“, sagt Claudia Freund-Klein. Immerhin kommen 280 000 Euro Eigenmittel des Vereins dazu.

Tina Koppatsch hofft, dass sich genug Firmen um die Arbeiten bewerben, damit die Bauarbeiten wie geplant am 1. Juli beginnen können. Denn die großen Arbeiten am Dach müssen in den Ferien beendet werden. Der Ausbau kann dann bei laufendem Schulbetrieb erfolgen. Wenn das nicht gelingt, müsste man ein weiteres Jahr warten – und dann wäre das Vorhaben noch teurer. Insgesamt stehen jetzt 715 000 Euro in der Kostenplanung. Ziel ist es, die Arbeiten bis zum Ende des Jahres zu schaffen. Das hofft auch Großdubraus Bürgermeister Lutz Mörbe, denn die Gemeinde steht dem Vorhaben als Eigentümer des Gebäudes sehr positiv gegenüber.