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Aus Marina Garden wird „Elbviertel“

Die Stadt hat neue Pläne für das Grundstück von Regine Töberich. Wie das „Elbviertel“ aussehen soll, erklärt die Stadt in einer Bürgerversammlung.

© Visualisierung, Foto: Büro BARCODE m. LOLA Landsca

Wohl kaum ein Baugrundstück in Dresden hat im vergangenen Jahr so viele Schlagzeilen gemacht, wie das Gebiet zwischen Alexander-Puschkin-Platz und Elbe. Weil die Stadt die Pläne von Regine Töberich für ein Wohngebiet auf dem Areal ablehnte, ließ die umstrittene Investorin kurzerhand die Bagger rollen und einen Teil des Elberadwegs abreißen. Seither haben sich die Fronten zwischen Töberich und der Stadt weiter verhärtet. Nun ist es das Rathaus, das einen neuen Plan für das Areal vorgelegt hat, dass einst Marina Garden heißen sollte. Unter dem Namen „Elbviertel“ soll eine Wohnanlage an der Leipziger Straße entstehen. Am 24. Februar will das Stadtplanungsamt seine Pläne für das Areal auf einer Bürgerversammlung vorstellen.

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Zwischen dem Elberadweg und den geplanten Häusern ist eine etwa 80 Meter breite, terrassenförmige Freizeit-Grünfläche geplant, auf der beispielsweise Tennisplätze entstehen könnten. Im Fall eines Elbehochwassers dient sie als Überschwemmungsfläche. Der angrenzende Bereich soll für Hochwasserschutzanlagen freigehalten werden. Vier Wohnhäuser mit geschwungenen Fassaden sind vorgesehen. Zwischen 52 Wohnungen mit je 130 Quadratmetern und 136 Wohnungen mit je 65 bis 85 Quadratmetern könnten darin entstehen. Unter den Gebäuden sind Tiefgaragen geplant. Die Grumbt’sche Villa und das Malteser-Gebäude werden Teil des neuen „Elbviertels“.

Begrenzt wird das Baugebiet von der Elbe, der Leipziger Straße, der verlängerten Erfurter Straße und den Malteser-Gebäuden. Der Haken: Regine Töberich besitzt einen großen Teil der Fläche, lehnte es aber bisher ab, in einem Werkstattverfahren der Stadt am neuen Bebauungsplan mitzuarbeiten. Ein Architektenbüro aus Rotterdam gewann den Wettbewerb mit seinem Entwurf. Ob das „Elbviertel“ tatsächlich gebaut werden kann, hängt von Töberich ab. Akzeptiert sie den neuen Plan nicht, könnte sie ihr Grundstück zum Verkauf anbieten. Denkbar ist auch, dass sie die Immobilie zwar behält aber brach liegen lässt.

Die Bürgerversammlung beginnt am 24. Februar um 17 Uhr im Saal des Ortsamts Neustadt auf der Hoyerswerdaer Straße 3. Bis zum 4. März liegen die Pläne für alle Bürger im Rathaus, den Ortsämtern Neustadt und Pieschen aus. (SZ/two/sr)