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Hoyerswerda

Aus Wildwuchs entsteht ein Kleinod

Zum zehnten Mal packten Helfer im Schlosspark von Uhyst an, damit er seine einstige Schönheit zurückbekommt.

Der achtjährige Oksar und der vier Jahre ältere Karl-Johann sind die jüngsten Teilnehmer am Arbeitseinsatz des Heimatvereins am Sonnabend im Schlosspark in Uhyst.
Der achtjährige Oksar und der vier Jahre ältere Karl-Johann sind die jüngsten Teilnehmer am Arbeitseinsatz des Heimatvereins am Sonnabend im Schlosspark in Uhyst. © Foto: Rolf Ullmann

Uhyst. Fleißige Frauenhände zupfen am Sonnabendvormittag das Unkraut von einem der Wege durch den Schlosspark. Wenige Meter davon entfernt fressen sich die Zähne einer Motorsäge in den Stamm eines gefällten Spitzahorns. Auch der wild wuchernde Efeu an mehreren der alten Bäume hat unter den kräftigen Händen der Helfer schlechte Karten, sein Werk fortsetzen zu können ...

20 Frauen, Männer und Kinder verzichten an diesem Tag freiwillig auf einen Teil ihres Wochenendes. Bereits zum zehnten Mal sind sie angetreten, um einen zum Teil recht verwilderten Park am Schloss von Uhyst in ein landschaftliches Kleinod zu verwandeln. Denn der Park ist auf das Engste mit einem der Wahrzeichen sowie mit dem Ort Uhyst selbst verbunden. Ursprünglich im Stil des Barocks angelegt, verlor der Park durch mehrere Umgestaltungen einen großen Teil seines ursprünglichen Charakters. Ihm möglichst viel davon durch die Arbeitseinsätze zurückzugeben, ist das Anliegen der Landschaftsarchitektin Kathrin Franz aus Leipzig. Auch in diesem Jahr nimmt sie die rund zweieinhalbstündige Anfahrt in Kauf. Gemeinsam mit ihrem Partner setzt sie einen der Wege am Schwanenteich instand. „Es macht mir sehr großen Spaß, mit den Uhystern diese Einsätze durchzuführen. Sie sind von Beginn an immer wieder mit voller Begeisterung und großer Einsatzbereitschaft bei der Sache“, sagt sie. Viel Müll, Buschwerk und einige Gewächse, die nicht zum Charakter des Parks passen, sind in den letzten Jahren bereits entfernt worden. Zwei, die sich an diesem Tag durch den Abtransport von Ästen und Zweigen nützlich machen, lobt Kathrin Franz besonders: Oskar und Karl-Johann sind bereits das zweite Jahr freiwillig vor Ort und gönnen sich nur selten eine Pause. Ihnen wird einige Zeit später der Imbiss vom Grill, wie allen anderen Helfern, schmecken.

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Karsten Kunaschk zeichnet als Mitglied im Heimatverein für die Leitung des Einsatzes verantwortlich. Er hilft, die alten Fundamente einer Pumpenanlage auszugraben. „Ohne die Technik und die Werkzeuge, die uns vom Bauhof Boxberg zur Verfügung gestellt wurden, hätten wir diese und andere Aufgaben wohl kaum realisieren können“, sagt er dankbar.