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Weißwasser

Ausbau der Kleinen Spree

Das Speichersystem Lohsa II steht im Mittelpunkt einer Sitzung des Steuerungsausschusses der Bergbausanierung.

Erster Spatenstich
Erster Spatenstich © Foto: LMBV / Peter Radke

Bad Muskau/Lausitzer Seenland. Vertreter des Bundes und der Länder Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kamen vergangene Woche  zum 125. Mal planmäßig zusammen, um über die Finanzierung und Organisation der Braunkohlesanierung in den neuen Ländern zu entscheiden. Das teilt der Bergbausanierer LMBV mit.

In dem seit Februar 1995 bestehenden sogenannten Steuerungs- und Budgetausschuss (StuBA) verantworten die Vertreter der Ministerien aus Bund und Ländern gemeinsam das nach LMBV-Angaben größte Umweltprojekt Europas und entscheiden über die Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen in Tagebauarealen und an Industriestandorten der früheren DDR-Braunkohleindustrie. In die Beseitigung dieser Bergbaualtlasten sind bislang rund 11 Milliarden Euro geflossen. Damit wurden unter anderem Seenlandschaften in der Lausitz und in Mitteldeutschland geschaffen, mit mehr als 120 Gewässern und rund 300 Quadratkilometern Wasserfläche.

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Auf der jetzigen Sitzung haben sich die Teilnehmer insbesondere mit dem Stand der Arbeiten am Wasserspeichersystem Lohsa II befasst. Mit seinem geplanten Speichervolumen von rund 72 Millionen Kubikmetern in den drei Speicherbecken Dreiweibern, Lohsa II und Burghammer – ehemaligen Tagebaurestlöchern – befindet sich das Großvorhaben auf der Zielgeraden. „Schon jetzt liefert es einen wesentlichen Beitrag zur Niedrigwasseraufhöhung der Spree in Trockenzeiten“, heißt es weiter in der LMBV-Mitteilung. Dadurch werde nicht nur der Spreewald geschützt, sondern auch der Wasserhaushalt und die Trinkwasserversorgung im Großraum Berlin würden mit gesichert.

Darüber hinaus ging es um aktuelle Entwicklungen der Gefahrenabwehr im Zusammenhang mit dem Grundwasserwiederanstieg und der geotechnischen Sicherung gesperrter Innenkippenflächen.

Während einer Revierbefahrung machten sich die Ausschussmitglieder vor Ort ein Bild vom Stand der Sanierungsprojekte. In diesem Jahr standen auf dem Programm: Die künftigen schiffbaren Kanäle zwischen den Bergbaufolgeseen vom Spreetaler bis zum Neuwieser See, die Horizontalfilterbrunnenanlage zur Grundwasserniedrighaltung im Stadtgebiet Hoyerswerda, die vakuumthermische Bodensanierungsanlage am Industriestandort Schwarze Pumpe und die modulare Grubenwasserreinigungsanlage Burgneudorf zur Reduzierung der Eiseneinträge in die Spree. Höhepunkt war der symbolische Spatenstich zum letzten großen Bauabschnitt – dem Ausbau der Kleinen Spree – zur Fertigstellung des Wasserspeichersystems Lohsa II. (red/aw)