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Döbeln

Ausbildung und Abenteuer

Die Roßweiner Feuerwehr will ihrem Nachwuchs etwas bieten. Dieser Aufwand zahlt sich schon aus.

Julian von der Jugendfeuerwehr demonstriert dem Umgang mit dem Funkgerät. Das gehört zur Ausbildung während des Zeltlagers.
Julian von der Jugendfeuerwehr demonstriert dem Umgang mit dem Funkgerät. Das gehört zur Ausbildung während des Zeltlagers. © Dietmar Thomas

Roßwein. Mehrere große Zelte stehen auf dem Gelände des Island-Pferdehofes Heft in Zweinig. Davor tummeln sich Kinder. Im Hof duftet es nach frischgebratenen Rostern, die auf dem Holzkohlegrill liegen. Was auf den ersten Blick nach einem Ferienlager aussieht, entpuppt sich als Zeltlager der Jugendfeuerwehr Roßwein. „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche bestmöglich an die Arbeit der Feuerwehr heranzuführen“, sagt René Bernhard, Leiter der Stadtfeuerwehr Roßwein. Mit 16 Jahren können die Jugendlichen in den aktiven Dienst eintreten. Besonders stolz ist der Feuerwehr-Chef darauf, dass im vergangenen Jahr zwei Mitglieder der Jugendwehr diesen Schritt gegangen sind.

Ein Höhepunkt ist für die kleinen Feuerwehrleute alle zwei Jahre im Juni das Zeltlager in der Nähe von Roßwein. „Wir sind zum ersten Mal auf dem Pferdehof Heft. Die Bedingungen sind hier optimal“, sagt Jugendwart Gunter Marschner.

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Fast 60 Kinder von den Jugendfeuerwehren aus Roßwein, Gleisberg, Haßlau, Niederstriegis und von der befreundeten Feuerwehr der Stadt Wehlen sind mit Ruck- und Schlafsäcken angereist, um das Wochenende gemeinsam zu verbringen. Dabei geht es um das Vertiefen von Fachwissen. Am Sonnabend steht deshalb Fahrzeugkunde am Löschfahrzeug auf dem Programm. „Aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen“, so Gunter Marschner. Die Abenteuerlust wird beim Besuch des Bergwerkes Schönborn-Dreiwerden geweckt. Dort fahren die Besucher mit einem Boot ins Bergwerk ein.

Am Sonntag besuchen die Kinder mit ihren Betreuern den Kuhstall von Christian Kalbhenn in Haßlau. Während eines Einsatzes zum Elbehochwasser im Jahr 2006 lernten die Roßweiner Feuerwehrleute die aus Stadt Wehlen kennen. Seitdem verbindet sie eine Partnerschaft. „Dazu gehört auch, dass wir alle zwei Jahre unser Zeltlager dort verbringen. Im Gegenzug kommen die Wehlener Kinder und Jugendlichen im jeweils anderen Jahr zu uns“, erklärt René Bernhard.

Sonnabends alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder der Roßweiner Jugendfeuerwehr im Gerätehaus zur Ausbildung. „Dazu gehört neben der Fahrzeug- und Gerätekunde auch die Ausbildung im Löschangriff nach der Dienstvorschrift“, erklärt René Bernhard. Einmal im Jahr wird außerdem das Fahren mit dem Schlauchboot auf der Mulde geübt. Daneben werden die Kinder und Jugendlichen im Umgang mit dem Funk, in Erster Hilfe sowie im Unfallschutz geschult.

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