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Bergdahl kehrt in die USA zurück

Die fünf Jahre in Händen der Taliban dürften ihm vorgekommen sein wie eine kleine Ewigkeit - nun kommt Bowe Bergdahl nach Hause. In einem Krankenhaus in Texas soll er weiter genesen.

© dpa

San Antonio. Der aus fünfjähriger Taliban-Gefangenschaft befreite US-Soldat Bowe Bergdahl hat seine Heimreise in die USA angetreten. Das teilte Pentagon-Sprecher John Kirby mit. Der Unteroffizier, der seit seiner Freilassung im rheinland-pfälzischen Landstuhl behandelt worden war, sei vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein mit einer Militärmaschine abgeflogen.

Bergdahl wird Freitag früh (Ortszeit) im texanischen San Antonio erwartet, wo Ärzte und Betreuer weiter an daran arbeiten sollen, ihn schrittweise zu reintegrieren. Auch während seines Aufenthalts im dortigen Militärkrankenhaus Brooke Army Medical Center soll er vorerst nicht an die Öffentlichkeit treten. Oberste Priorität werde sein, ihn weiterhin zu pflegen und zu unterstützen, hieß es.

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Bergdahl war vor knapp zwei Wochen in einem umstrittenen Austausch für fünf Terrorverdächtige aus dem Gefangenenlager Guantánamo Bay freigekommen. Während seiner Zeit in Gefangenschaft hatte er laut einem Bericht des Online-Magazins „The Daily Beast“ einen Brief verfasst, in dem er zu erklären versucht, warum er seinen Stützpunkt in Afghanistan im Jahr 2009 verlies.

„Die Führung war mangelhaft, oder überhaupt nicht vorhanden. Die Bedingungen waren schlecht und schienen sich für die Männer weiter zu verschlechtern, die ihr Leben tatsächlich bei Angriffen aufs Spiel setzten“, zitierte das Magazin aus dem Brief an seine Eltern vom März 2013. Der per Hand geschriebene Brief ist eines von zwei Schreiben, das Bergdahl während seiner Gefangenschaft an seine Eltern schickte.

Auch die US-Regierung drängt er, ihn nicht vorschnell zu verurteilen. „Falls dieser Brief es in die USA schafft, sagt den an der Untersuchung beteiligten, dass die Situation mehrere Seiten hat.“ Der heute 28-Jährige fügte hinzu: „Bitte sagt (Washington) D.C., dass sie auf sämtliche Beweise warten sollen.“

In Washington hatte der umstrittene Deal mit den Taliban unter anderem deshalb für Ärger gesorgt, weil Bergdahl seinen Posten unerlaubt verlassen haben soll. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hatte bereits eine Untersuchung zu Bergdahls Verschwinden und dessen Gefangenschaft angekündigt. (dpa)