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Ausgezeichnet! Studenten entwickeln Gartenroboter

Bei einem bundesweiten Wettbewerb hat es das Team aus Zittau/Görlitz unter die Top-15 geschafft. Jetzt soll das Projekt mit Leben gefüllt werden.

So oder so ähnlich sieht der Agrar-Roboter aus.
So oder so ähnlich sieht der Agrar-Roboter aus. © Veranstalter

Ein junges Forscherteam von der Hochschule Zittau/Görlitz gehört mit der Idee zu einem Gartenpflegeroboter schon jetzt zu den bundesweit 15 besten Projekten zum Thema "Künstliche Intelligenz - zeigt eure Forschung". Den Wettbewerb ruft die Initiative Wissenschaft im Dialog jährlich aus. 

Mit ihrem Vorhaben wollen die Studenten und inzwischen Absolventen aus Zittau/Görlitz in Zusammenarbeit mit dem Hackerspace Zittau zeigen, wie digital unterstützte Landwirtschaft funktionieren könnte. Rund um das Beet, das automatisch bepflanzt, gewässert und gedüngt wird, gibt's Infoveranstaltungen und Workshops. "Die schon bald spürbaren Veränderungen gehen weit über selbstfahrende Autos und Bigdata hinaus", sagt Martin Herling, Initiator des Projektes und Absolvent der Hochschule. Er meint, dass die sich rasant ändernden technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch gravierende Spuren in den Kulturlandschaften hinterlassen werden: "Mit unserem Projekt schaffen wir einen Zugang, Gestaltungsspielräume miteinander auszuloten und mögliche Entwicklungsszenarien zu diskutieren."

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Für das Konzept hat das Team aus Zittau/Görlitz eine Prämie von 10.000 Euro erhalten. Bis Ende November bleibt den Nachwuchsforschern nun Zeit, ihre Idee mithilfe des Preisgeldes umzusetzen. Noch im März erhalten alle Teilnehmer eine Schulung zur Wissenschaftskommunikation. Im Dezember wird die Jury die 15 Ideen dann noch einmal begutachten. Das Projekt aus Zittau/Görlitz verfolgt dabei einen anwendungsorientierten Ansatz. So soll ein bereits verfügbarer Agrar-Roboter angeschafft und betrieben werden. Mitmacher sind nach Aussage der Organisatoren willkommen und finden viele Anknüpfungspunkte: Von Aufbau und Inbetriebnahme des Open-Source-Roboters und Hacking der Software über die gärtnerisch-ökologische Komponente bis hin zu den geplanten Veranstaltungen. 

Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. "Künstliche Intelligenz ist eine der wichtigsten Zukunftstechnologien und wird unsere Gesellschaft verändern", sagt Ministerin Anja Karliczek. "Den Wandel können wir nur gemeinsam gestalten." Dafür sei es wichtig, Dialoge anzustoßen, über Chancen und Herausforderungen zu sprechen. Mit ihren Beiträgen würden die jungen Wissenschaftler zeigen, wie dies auf vielfältige und kreative Weise gelingen könne.

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