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Ausschuss gibt Geld für Straßenschule

Der Jugendhilfeausschuss gibt sein Okay für die Förderung, nun sind andere Stadträte am Zug.

© Sven Ellger

Von Julia Vollmer

Großes Glück kann so klein sein

Hellwach oder im lieblichen Schlummer zeigen sich die süßen Babys. In unserer Themenwelt Stars im Strampler gibt es den Nachwuchs zu sehen.

Dresden. Gute Nachrichten zu Beginn des Schuljahres. Die Straßenschule der Treberhilfe am Albertplatz ist gerettet. Zumindest vorerst. Der Jugendhilfeausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung das Projekt für Straßenkinder, die ihren Schulabschluss nachholen, erst mal bis Ende des Jahres zu fördern. Laut Vorlage von der Stadt kommt das Geld vom Sozialamt. Rund 54 000 Euro sind dafür vonseiten der Stadt im Gespräch. Die finale Entscheidung dazu trifft der Sozialausschuss, so Grünen-Stadträtin Tina Siebeneicher. Bis Dezember müssen dann Jugendhilfeausschuss und Stadtrat entscheiden, ob sie die Initiative weiter fördern wollen. Das Hickhack um die Straßenschule geht damit in die nächste Runde. In dem Projekt können Schüler, die die Schule abgebrochen haben oder den Besuch verweigern, ihren Abschluss nachholen.

Treberhilfe-Chef Dieter Wolfer gibt die Hoffnung auf eine langfristige Förderung seines Projektes nicht auf. „Wir wünschen uns, dass es klappt, denn wir haben schon eine sehr lange Warteliste.“

Aufgeben musste bereits das Projekt 2. Chance der Arbeiterwohlfahrt und des Sächsischen Ausbildungs- und Förderungswerks. Zum Jahresende 2017 stellte die Stadt die Förderung für das Schulverweigerer-Projekt ein. Nötig sind die Angebote aber, denn die Zahlen der Schulverweigerer steigen. Während es im Jahr 2010 rund 965 Fälle gab, meldet das Schulverwaltungsamt 2017 bereits 1351 Schüler. Gründe sind soziale Probleme, Stress mit den Eltern, Drogen und Alkohol und Mobbing.