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Ausstellerrekord auf der Karriere-Start

Ein besonderes Thema der Bildungs- und Jobmesse sind Angebote für Migranten.

Von Bettina Klemm

Früher mussten Messeveranstalter Ortec und die Stadt kräftig um Aussteller für die Fachmesse zur Aus- und Weiterbildung, Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung sowie Unternehmensentwicklung werben. Nun verzeichnet die 17. Karriere-Start erneut einen Ausstellerrekord. 435 Unternehmen und Einrichtungen stellen ihre Angebote vor. Über 30 000 Besucher zählte die Messe im vergangenen Jahr.

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„Der wiederholte Ausstellerrekord resultiert vor allem aus der verstärkten Suche der Unternehmen nach Fach- und Nachwuchskräften. Messen sind natürlich ideal zum Matching zwischen Angebot und Nachfrage“, sagt Ortec-Geschäftsführer Roland Zwerenz. 17 Jahre Arbeit habe die Marke Karriere-Start als zentrale große Berufsorientierungsveranstaltung in den Köpfen von Schülern und Eltern fest verankert. Eine ganze Generation Schüler ist mittlerweile mit der Messe groß geworden, sagt er. Die Ortec ist ein Unternehmen des Dresdner Druck- und Verlagshauses, zu dem auch die Sächsische Zeitung gehört.

Erstmals bietet auf der Messe ein Gemeinschaftsstand „Willkommen in Sachsen“ Migranten, Arbeitgebern und Bildungspartnern Gelegenheit, sich komprimiert zu den Themen Zuwanderung und Arbeitsmarkt zu informieren. Die Besucher finden dabei direkte Ansprechpartner, um Fragen wie Sprachausbildung, Aufenthalt, Anerkennung der Qualifikationen sowie Zugang zum Arbeitsmarkt zu klären.

Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt bietet darüber hinaus Einwanderern an, sich von Integrationslotsen in ihrer Muttersprache über die Messe begleiten zu lassen. „Die Führungen und Dolmetscherdienste werden am Freitag jeweils um 13.30 und 15 Uhr in den Sprachen Russisch, Englisch, Arabisch, Persisch und Vietnamesisch angeboten“, informiert Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert. Dresden brauche gut ausgebildete Fachkräfte, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken zu können. Dafür müssten alle Potenziale genutzt werden. Im vergangenen Jahr seien in Dresden fast 6 000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. „Und das ohne spektakuläre Neuansiedlungen, sondern durch ein solides Wachstum der ansässigen Unternehmen“, sagt Hilbert.

Zum 9. Mal lädt Hilbert am Messe-Sonntag gemeinsam mit der Mittelstandsvereinigung „pro Dresden“ zum Unternehmerfrühstück ein. Dabei wird Gunda Röstel, Geschäftsführerin der Stadtentwässerung und Vorsitzende des Hochschulrates der TU Dresden, zum Thema „Ausländische Fachkräfte – ein Gewinn für die Dresdner Wirtschaft“ sprechen. In der folgenden Podiumsdiskussion geht es praxisnah um den Einsatz ausländischer Fachkräfte in Dresdner Unternehmen.

Karriere-Start vom 23. bis zum 25. Januar in der Messe Dresden. Geöffnet ist am Freitag von 9 bis 17 Uhr, sonst von 10 bis 17 Uhr. Tageskarte fünf mit SZ-Card 3,50 Euro.

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