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Ausstellung findet nun doch statt

Ein AfD-naher Künstler hatte in Leipzig zur Absage der etablierten Jahresausstellung geführt. Sie findet nun doch statt, aber ohne den Künstler.

In der Leipziger Baumwollspinnerei fand vergangenes Jahr die Jahresausstellung statt. © Jan Woitas/ZB/dpa

Leipzig. Die 26. Leipziger Jahresausstellung soll nun doch stattfinden - ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Das sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Vereins der Leipziger Jahresausstellung. Der umstrittene Künstler Axel Krause werde an der Ausstellung nicht teilnehmen.

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Nach dem Ärger um politische Aussagen Krauses, war die Schau, die eigentlich an diesem Donnerstag beginnen sollte, erst am Samstag abgesagt worden. Der 60-Jährige hatte auf seinem privaten Facebook-Profil Sympathien für die AfD und Kritik an der Flüchtlingspolitik kundgetan. Er ist außerdem Mitglied des Kuratoriums der von der AfD gegründeten Desiderius-Erasmus-Stiftung. "Die öffentlichen Äußerungen widersprechen den ethischen Grundsätzen unseres Vereins", hieß es in einer Stellungnahme des Vereins. Der sechsköpfige Vorstand kündigte außerdem an, geschlossen zurückzutreten.

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In Leipzig war ein Maler, der mit der AfD sympathisiert, zur etablierten Jahresausstellung geladen. Der Streit darüber ist jetzt zum Skandal eskaliert.

Krause zeigte sich am Montag enttäuscht von der Absage: "Während es mir eine Selbstverständlichkeit ist, auch mit Kollegen auszustellen, die ich zu meinen politischen Gegnern zähle, ist einigen jungen Kollegen dies offensichtlich nicht möglich", schrieb der Künstler auf seiner Facebook-Seite.

Bereits im August letzten Jahres hatten Krauses politische Ansichten zu Debatten in der Kunstwelt geführt. Damals trennte sich die Galerie Kleindienst von Krause. Grund dafür seien seine politischen Äußerungen gewesen, sagte Galerist Christian Seyde der dpa. (dpa)