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Ausstieg beim Dresdner Flughafen

Der Landkreis Bautzen ist an dem Airport im Dresdner Norden beteiligt. Für die Kreisverwaltung ist das allerdings ein Verlustgeschäft.

© dpa

Von Sebastian Kositz

Bautzen. Der Landkreis Bautzen will sich von seinen Anteilen am Dresdner Flughafen trennen. Aktuell ist der Kreis noch mit knapp 0,6 Prozent an dem Airport im Norden der Landeshauptstadt beteiligt. Allerdings macht der Flughafen seit Jahren Miese. Deshalb möchte die Kreisverwaltung ihre Anteile an der Flughafengesellschaft jetzt so schnell wie möglich loswerden.

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Ein entsprechender Beschluss dazu soll den Kreisräten auf der Sitzung an diesem Montag vorgelegt werden. Mit ihrer Zustimmung würden die Kreisräte Landrat Michael Harig (CDU) beauftragen, die Anteile zum nächstmöglichen Zeitpunkt abzustoßen. Mehr als 90 Prozent der Gesellschaft sind ohnehin im Besitz der Mitteldeutschen Flughafen AG. Die betreibt faktisch die beiden großen sächsischen Airports in Dresden und Leipzig. Darüber hinaus sind neben Bautzen auch der Kreis Meißen und der Freistaat mit geringen Anteilen an der Dresdner Flughafengesellschaft beteiligt. Durch die Beteiligung steht dem Landratsamt theoretisch eine Mitsprache bei Entscheidungen über den direkt an der Kreisgrenze gelegenen Flughafen zu.

Praktisch sind die Einflussmöglichkeiten angesichts der wenigen Anteile aber sehr gering. Deutlich mehr zu spüren bekommt die Kreisverwaltung indes die Verluste, die der Flughafen jedes Jahr einfährt. Allein in den vergangenen fünf Jahren benötige die Gesellschaft einen jährlichen Zuschuss von fast neun Millionen Euro. Hinter den roten Zahlen stecken unter anderem die Investitionen für die Sanierung der Stadt- und Landebahn. Zwar fällt angesichts der geringen Anteile auch die Zuschusssumme gering aus. Auf Dauer belastet die Beteiligung aber so den Kreishaushalt, ohne dass der Kreis Bautzen davon wirklich einen praktischen Nutzen hat.

Allerdings müsste einer Veräußerung der Anteile auch der Freistaat zustimmen, der wiederum mehrheitlich hinter der Mitteldeutschen Flughafen AG steckt. Angaben der Kreisverwaltung zufolge habe das Land aber bereits signalisiert, kein sonderliches Interesse an der Übernahme der Anteile zu haben. Deshalb fassen die Verantwortlichen im Landratsamt auch einen Austritt ins Auge. Das sei zwar an gewisse Gründe gekoppelt – die aber erfüllt seien, heißt es aus dem Landratsamt. (SZ/sko)