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Deutschland & Welt

Töchter ziehen früher von zu Hause aus

Jeder vierte junge Deutsche lebt mit 25 Jahren noch bei den Eltern. Söhne lassen sich dabei Zeit - manche brauchen ewig, bis sie "flügge" sind.

Der Wunsch nach Selbständigkeit, ein entfernter Studienplatz oder der Berufseinstieg - die Gründe für einen Auszug aus der elterlichen Wohnung können vielfältig sein.
Der Wunsch nach Selbständigkeit, ein entfernter Studienplatz oder der Berufseinstieg - die Gründe für einen Auszug aus der elterlichen Wohnung können vielfältig sein. © Symbolfoto: Christian Juppe

Wiesbaden. Mehr als ein Viertel der jungen Erwachsenen im Alter von 25 Jahren lebt noch mit den Eltern zusammen. Allerdings werden junge Frauen eher flügge als Männer, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. 

Nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) lag das geschätzte durchschnittliche Alter beim Auszug aus dem Elternhaus in Deutschland im vergangenen Jahr mit 23,7 Jahren niedriger als im EU-Durchschnitt, der 25,9 Jahre betrug.

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Nach den Erhebungen des Bundesamtes wohnten 2019 in Deutschland von den 25-Jährigen noch 28 Prozent im Haushalt der Eltern, im Jahr 2000 waren es 30 Prozent. Im vergangenen Jahr lebte noch rund jede fünfte junge Frau (21 Prozent) im elterlichen Haushalt. Die Söhne lassen sich mehr Zeit mit dem Auszug: Im Alter von 25 Jahren lebten noch knapp 34 Prozent bei den Eltern.

Dieser deutliche Unterschied zwischen den Geschlechtern bleibe auch im fortschreitenden Alter bestehen, ermittelten die Statistiker: Mit 30 Jahren wohnten noch 13 Prozent der Männer als lediges Kind mit im Elternhaushalt, jedoch nur 5 Prozent der Frauen. 

Im Alter zwischen 30 und 40 Jahren reduzieren sich diese Anteile noch einmal deutlich: Mit 40 Jahren wohnten nur noch vier Prozent der Männer und knapp ein Prozent der Frauen bei den Eltern.  (epd)

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