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Auto von Filmcrew geht in Flammen auf

Die Sebnitzer Feuerwehr verhindert ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnhäuser. Und damit eine Katastrophe.

© privat

Von Anja Weber

Sebnitz. In der Nacht zu Donnerstag, kurz vor Mitternacht, weckte ein dumpfer Knall Anwohner auf der Langen Straße in Sebnitz, gefolgt von einer Explosion. Ein auf der Straße geparkter Iveco-Transporter stand in Flammen. Eine Anwohnerin alarmierte sofort die Rettungskräfte. Die Sebnitzer Feuerwehr sowie der Rettungsdienst des DRK Sebnitz rückten an, während es immer wieder im Sprinter knallte. Ein Feuerschwall drang unter dem Auto hervor.

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Schnell und heftig hatte sich der Brand ausgebreitet. Es wäre fast zu einer Katastrophe gekommen.
Schnell und heftig hatte sich der Brand ausgebreitet. Es wäre fast zu einer Katastrophe gekommen. © Feuerwehr
Auch zwei Gebäude wurden durch die Hitze beschädigt.
Auch zwei Gebäude wurden durch die Hitze beschädigt. © privat

Das gehört zum Fuhrpark der Filmcrew, die derzeit in der Sächsischen Schweiz zur neuen Fernsehreihe „Jonas Waldek“ dreht. Bei Matthias Roitzsch, der direkt daneben wohnt, ging unterdessen vermutlich durch die große Hitzeinwirkung im Erdgeschoss eine Scheibe zu Bruch. Beißender, nach Gummi stinkender Qualm stieg aus dem Sprinter auf. In der Dunkelheit versuchten die Kameraden, die Flammen zu löschen. Schnell wurde klar, ohne Licht wird das nichts. Deshalb wurde die Drehleiter ausgefahren, um die Stelle auszuleuchten. Inzwischen hatten sich trotz mitternächtlicher Stunde einige Neugierige versammelt. „Das hätte richtig dumm ausgehen können, wenn das Auto explodiert wäre“, sagt einer. Immerhin stehen hier die Häuser dicht an dicht. Ein Übergreifen der Flammen wäre schnell möglich gewesen, bestätigt Feuerwehrchef Björn Hoyer. „Die Brandentwicklung war so rasch und heftig, dass bereits die Eingangstür des direkt danebenstehenden Hauses verkohlt und Plastikteile angeschmort waren. Noch etwa zehn Minuten länger und das Feuer hätte wohl das Haus erfasst“, sagt er. Daraus hätte sich dann eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes entwickeln können.

Dank der schnellen Reaktion der Anwohner und der Feuerwehr konnte hier Schlimmeres verhindert werden. Mit Schaum wurden die Flammen am und im Transporter gelöscht. Um weitere Glutnester zu beseitigen, musste der Sprinter mit Spezialgeräten aufgebrochen werden. Der Wert des Transporters wird auf 50 000 Euro geschätzt. In diesem befand sich hochwertige Technik für Beleuchtung und Filmaufnahmen. Über die Höhe dieser Schäden ist nicht nichts bekannt, informiert Polizeisprecher Stefan Grohme. Das Fahrzeug wurde zur weiteren Spurensicherung abgeschleppt und wird jetzt von Experten der Polizei untersucht. Über die Ursachen des Brandes gebe es noch keine Aussagen, so der Polizeisprecher. Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.

Verletzt wurde niemand, lediglich umstehende Gebäude bekamen etwas ab. Die Freiwillige Feuerwehr Sebnitz war mit 32 Kameraden bis gegen 3 Uhr im Einsatz und konnten erst in die Feuerwache zurück, als auch der Transporter sichergestellt war. Noch in der Nacht wurde begonnen, die Straße zu reinigen, um zu verhindern, dass die ausgelaufenen Betriebsmittel des Transporters in Gullys eindringen können. Am Donnerstag mussten bis in die Mittagsstunden von den Feuerwehrleuten die Reste des nächtlichen Einsatzes, wie ausgelaufenen Flüssigkeiten, weiter entsorgt werden.