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Autobahnanlieger setzt Euch zur Wehr!

SZ-Redakteur Udo Lemke über die Auswirkungen der vielen Staus.

© Claudia Hübschmann

Udo Lemke

Die regionale Wirtschaft droht vom Dauerstau auf der A 4 erdrückt zu werden. Der Ruf nach einem sechspurigen Ausbau ist schon allenthalben zu hören. Ohne Zweifel, durch die bessere Anbindung der Autobahn nach Osten kommt von dort her, bis weit aus der Ukraine, immer mehr Verkehr. Doch selbst der Ausbau würde das Problem nicht beseitigen. Es muss radikalere Lösungen geben: Alle Schüttguttransporte von Baustoffen über Dünger bis hin zu Getreide müssen wie früher wieder per Bahn transportiert werden. Überhaupt müsste der Güterverkehr der Bahn wieder gestärkt werden. Firmen, die keine Lagerhaltung betreiben, dafür die Autobahnen benutzen, müsste man dafür einen Obolus abknöpfen, den man für regionale Infrastrukturverbesserungen einsetzen könnte. Vielleicht müsste es auch ein Ausweichverbot für Lkw von der Autobahn im Staufall geben. Schließlich müssten regionale Wirtschaftskreisläufe wieder aufgebaut werden: kleine Brauereien, Molkereien, Zuckerfabriken etc., um die Transportwege zu verkürzen.

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E-Mail an Udo Lemke