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Autokonzerne zählen ADAC an

VW, BMW und Daimler wollen „Gelbe Engel“ zurückgeben, wenn sich Manipulationen beim Autopreis bestätigen.

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München. In der Affäre um Manipulationen beim Autopreis „Gelber Engel“ droht dem ADAC eine Protestaktion deutscher Autokonzerne. Die Hersteller VW, Daimler und BMW erwägen eine Rückgabe ihrer Preise auch aus vergangenen Jahren – falls nicht nur die Stimmenzahl bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen 2014 nach oben frisiert, sondern auch die Platzierung der Fahrzeuge manipuliert wurde.

„Wenn sich die Vorwürfe der Manipulation durch die Untersuchungen bestätigen, werden wir alle ’Gelben Engel‘ definitiv zurückgeben“, kündigte eine Sprecherin von Daimler in Stuttgart an. Ein VW-Sprecher sagte: „Wenn das stimmt, schicken wir dem ADAC eine ganze Wagenladung Preise zurück! Die sind jetzt schon angekratzt, dann sind sie ganz wertlos.“ Ähnlich äußerte sich auch BMW-Sprecher Kai Lichte. Die Konzerne reagierten damit auf einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung» vom Freitag, nach dem bei der Wahl des VW Golf zum Lieblingsauto der Deutschen 2014 tatsächlich auch die Rangfolge der Sieger manipuliert worden sein soll.

Der ADAC legte unterdessen einen 10-Punkte-Reformplan vor und hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte beauftragt, die Vorgänge rund um den Autopreis zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen Anfang kommender Woche vorgestellt werden. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer forderte indes bereits gestern einen personellen Wechsel an der ADAC-Spitze. (dpa)

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