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Autoliv abgewickelt

Vor fünf Monaten zogen in die Autoliv-Hallen Flüchtlinge ein, nachdem die Firma geschlossen wurde. Jetzt haben die meisten Arbeiter wieder einen Job.

© Archiv/Dietmar Thomas

Döbeln. Der Aufschrei in Döbeln war groß, als im August 2013 Autoliv beschloss, das Werk in Döbeln komplett zu schließen. Knapp 230 Mitarbeiter waren damals von diesen Plänen betroffen und hatten Angst um ihre wirtschaftliche Zukunft. Jetzt, fast drei Jahre später, hat die Transfergesellschaft der Kopass gGmbH ihre Arbeit mit einem positiven Ergebnis beendet.

Das Werk in Döbeln wurde Ende 2014 komplett geschlossen. „Bereits im Oktober desselben Jahres nahm die Transfergesellschaft ihre Arbeit auf und unterstützte die verbliebenen Mitarbeiter seitdem aktiv in der Vermittlung in den Arbeitsmarkt“, teilt Willi Hürter, Leiter Kompetenz-Center Fortbildung und Personaldienstleistungen, mit. In fünf Etappen traten die Mitarbeiter in die Transfergesellschaft ein. Die Letzte endete im Februar 2016. Von den ehemals 230 Beschäftigten sind noch 56 nicht vermittelt, so Anja Ostmann, Leiterin des Bereiches Personaldienstleistungen Von diesen sind etwa 15 in Vorbereitung auf ihren Renteneintritt.

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„Nach dem Schock über den Verlust unseres Arbeitsplatzes wurden wir gut in die Transfergesellschaft aufgenommen“, so Manfred Zabel, ehemals Betriebsratsvorsitzender in Döbeln. „Die Mitarbeiter unterstützen uns bei der Weiterbildung und zeigen uns Möglichkeiten für unseren weiteren beruflichen Weg auf.“ Viele haben die sich ergebende Chance genutzt und einen komplett neuen Weg beschritten.

Vom Anlagefahrer zum Busfahrer oder vom Produktionsmitarbeiter zum AMT-Mechaniker sind dabei nur zwei Beispiele. Durch die gute Zusammenarbeit mit den regionalen Betrieben konnten aber auch viele in ihrem Beruf bei einem neuen Arbeitgeber weitermachen – oft mit einer passgenauen Qualifikation gestärkt, so Anja Ostmann.

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Der gesamte Transferprozess wurde durch die Agentur für Arbeit in Döbeln und von der Autoliv Sicherheitstechnik GmbH in Elmshorn begleitet. Durch die Unterstützung aller Akteure am Standort Döbeln, konnte diese kritische Situation für die vielen Beschäftigten bewältigt werden, meint Willi Hürtner. (DA)