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Autos auf der Hauptstraße?

Nach dem Hickhack um die Ausschreibung für die Boulevard-Umgestaltung fordert ein Stadtrat jetzt eine kostengünstigere Variante.

© Visualisierung: Stadt Riesa/iproplan

Von Britta Veltzke

Riesa. Anstatt die Umgestaltung der Hauptstraße neu auszuschreiben, schlägt Stadtrat Hannes Keuerleber (SPD) eine andere Vorgehensweise vor: „Wenn die Stadtverwaltung sich nicht in der Lage sieht, die Mittel aufzubringen, sollte eine kostengünstigere Variante umgesetzt werden.“ Nur die kaputten Sitzmöbel und einige Bereiche sollten modernisiert werden. „Der Abschnitt zwischen Niederlagstraße und Rathaus sollte für den Pkw-Verkehr als Einbahnstraße in Richtung Rathaus (Tempo 10) mit 30-Minuten-Parkplätzen freigegeben werden. Den Ladenbesitzern sollten wir die kostenlose Nutzung vor ihrem Schaufenster für eigene Bänke und Dekorationen gestatten. Dann dürfte sich der Anblick der Hauptstraße sehr schnell und kostengünstig verbessern“, so der Stadtrat.

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Riesas Stadtrat Hannes Keuerleber (SPD) schlägt eine andere Vorgehensweise in Sachen Umgestaltung der Hauptstraße vor. Er will den Boulevard als Einbahnstraße für Autos öffnen.
Riesas Stadtrat Hannes Keuerleber (SPD) schlägt eine andere Vorgehensweise in Sachen Umgestaltung der Hauptstraße vor. Er will den Boulevard als Einbahnstraße für Autos öffnen. © Archiv/ Schröter

Laut Stadt gab es vor sechs Jahren schon mal einen Test zur Öffnung der Hauptstraße zwischen Dr.-Scheider-Straße und Rathausplatz für Pkws. „Dieser Versuch ist bei Händlern und Anwohnern aber mehrheitlich durchgefallen“, sagt Stadtsprecher Uwe Päsler.

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Hintergrund von Keuerlebers Vorschlag ist eine Meldung der Verwaltung aus der vergangenen Woche. Demzufolge muss die Stadt die Ausschreibung für neue Stadtmöbel wiederholen. Bei dem ersten Versuch hatte sich herausgestellt, dass die Unternehmen sehr viel höhere Kostenvorstellungen haben. Mehr Geld kann Riesa jedoch nicht ausgeben. Die Zeit drängt, da der betroffene Abschnitt der Fußgängerzone spätestens zum Tag der Sachsen im September 2019 aufgehübscht sein soll.

Die Verwaltung will sich weiterhin an dem Stadtratsbeschluss zur Neugestaltung orientieren. „Die neue Ausschreibung wird jetzt schon in die Wege geleitet“, so der Stadtsprecher.