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Axel Jungk: „Ein absolutes Gefühlschaos“

Der Dresdner Skeletoni rast knapp an Gold vorbei. Im Podcast Dreierbob sagt er, wieso er sich trotzdem über Silber freut und was bei der Heim-WM gestört hat.

Freut er sich oder ist das Ärger? Axel Jungk nach Platz zwei.
Freut er sich oder ist das Ärger? Axel Jungk nach Platz zwei. © Lutz Hentschel

Axel Jungk, Sie haben bei der Heim-WM in Altenberg die Silbermedaille mit 0,02 Sekunden Rückstand auf Ihren Christopher Grotheer gewonnen – oder doch eher Gold verloren?

Na ja, das war im Ziel erst mal ein absolutes Gefühlschaos. Rückblickend schaue ich auf jeden Fall mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die WM. Der zweite Tag war mit zweimal Laufbestzeit von mir bärenstark. Dass am Ende gerade mal zwei Hundertstel zum Sieg gefehlt haben, ist einfach nur ärgerlich. Das wird mir in den nächsten Wochen noch nachhängen. Natürlich ist ein zweiter Platz bei einer WM immer geil, doch gerade hier in Altenberg wäre ein Sieg schöner.

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Können Sie sich über Silber freuen?

Ja, das schon. Aber ich bin ganz ehrlich, die Wut über die verlorene Goldmedaille war doch am Anfang größer.

Ihrem Mannschafts- und Zimmerkollegen Felix Keisinger erging es schlechter, er als Junioren-Weltmeister wurde Fünfter. War das angesichts der Ergebnisse dann mehr eine Frust-WG?

Ein bisschen, ja. Wir waren beide mit dem Ausgang des Rennens nicht zufrieden. Aber wie das dann immer so ist nach einer sehr langen, kräftezehrenden Saison, der Stress fällt ab und da gab es das eine oder andere Bier. Das hat die Stimmung dann angehoben – bis wir am Tag danach wieder realisiert haben, wie die WM lief.

Vorher wurde viel über diese Heim-WM von Altenberg gesprochen. Wie fällt jetzt Ihr ganz persönliches Fazit aus?

Die Organisation, die Unterstützung durch meine Fans ... da bin ich super zufrieden. Was extrem ärgerlich bleibt, ist der Zeitplan. Darüber muss nachgedacht werden, ob das in den nächsten Jahren noch so gemacht werden kann. Unsere Wettkämpfe fanden Donnerstag und Freitag statt, der erste Lauf schon früh um 10 Uhr. Da können gar keine Fans kommen, die Leute müssen arbeiten. Das ist schade für uns, und ich empfinde das auch als unwürdig gegenüber den Sportlern. Wir müssen es schaffen, dass die Wettkämpfe abends oder am Wochenende stattfinden, so wie in jeder anderen Sportart auch.

Das Interview führte Tino Meyer.

Das Jungk-Interview im Podcast Dreierbob

Kurz nach dem Team-Wettbewerb im Skeleton am Sonntag, als Jacqueline Lölling und Alexander Gassner Gold gewannen, hat Axel Jungk mit Sächsische.de gesprochen. Die Reporter Tino Meyer und Fabian Deicke haben den Dresdner Skeletoni für den Podcast Dreierbob interviewt. Das Gespräch ist Teil der Abschluss-Folge unseres WM-Podcasts.

Der Podcast Dreierbob erschien in 13 Episoden, täglich während der Bob- und Skeleton-WM in Altenberg. Anhören können Sie alle Folgen des Podcasts auch auf den Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcast und Deezer. Hier die Links zu den Playern:

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Weitere Berichte, Hintergründe und Fakten zur Bob- und Skeleton-WM finden Sie auch auf unserer Themenseite.

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