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Riesa

Azubis planen Messe

Die Ausbildungsbörse im BSZ Riesa ist mittlerweile die größte im Landkreis. Die Vorbereitungen laufen schon seit dem Frühjahr.

Welches Unternehmen präsentiert sich wo? Doris Leimer (r.) und Marcus Breit sind für diese Frage im Vorfeld der Ausbildungsbörse in Riesa mitverantwortlich.
Welches Unternehmen präsentiert sich wo? Doris Leimer (r.) und Marcus Breit sind für diese Frage im Vorfeld der Ausbildungsbörse in Riesa mitverantwortlich. © Sebastian Schultz

Riesa. Die Raumplanung ist eine Herausforderung – und das, obwohl das Berufsschulzentrum in Riesa eigentlich jede Menge Platz böte. Am begehrtesten sind allerdings die Plätze im Gang, erklärt Doris Leimer. Die Wünsche halbwegs unter einen Hut zu bekommen, das ist keine leichte Aufgabe für sie und ihre Mitstreiter im Team „Raumkonzept“. Bald muss entschieden sein, wer am 23. November wo seinen Stand aufbauen darf.

An jenem Sonnabend wird das Berufsschulzentrum an der Paul-Greifzu-Straße zu einem kleinen Messegelände. Von 9.30 bis 13 Uhr finden im Gebäude ein Tag der offenen Tür und vor allem die jährliche Ausbildungsbörse statt. Die wird von Doris Leimer und ihren Mitschülern maßgeblich mitgestaltet.

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Wie man so eine Veranstaltung stemmt, darin haben die 27-Jährige und ihre Mitstreiter schon Erfahrung gesammelt. Denn die 26 jungen Menschen sind Schüler der Landesklasse V17b – und damit Sachsens angehende Veranstaltungskauffrauen und -männer. 

Doris Leimer beispielsweise beschäftigt sich bei einer Eventagentur in erster Linie mit Tourneeplanung – ob für den chinesischen Nationalzirkus oder für David Hasselhoff. Von der technischen Vorbereitung bis zum Bühnenaufbau und der Organisation von Fahrern ist alles dabei. „Damit der Künstler nur noch auf die Bühne muss“, sagt sie und schmunzelt.

Ohne dieses sehr unterschiedliche Know-how aus den Ausbildungsbetrieben wäre die Börse in dieser Form wohl nicht zu stemmen, sagt der Leiter des BSZ, Michael Hampsch. Ob vom Görlitzer Theater, der Catering-Abteilung der Leipziger Messe oder dem Eventmanagement beim Studentenwerk Chemnitz-Zwickau – jeder bringe etwas Nützliches ein. 

Den Schulleiter freut besonders, dass mit den Jahren zum einen das öffentliche Interesse größer geworden ist, zum anderen auch die Zahl der teilnehmenden Betriebe deutlich zugenommen hat. „Wir haben hier 2008 mit 25 Unternehmen angefangen. Vergangenes Jahr waren es mehr als 100.“ Dazu kommt noch ein Rahmenprogramm mit Livemusik, Workshops und Vorträgen, etwa seitens einer Motivationstrainerin. 

Es gebe eigentlich keine vergleichbare Veranstaltung in der Region, bei der Unternehmen wie Bildungsträger so zusammenkommen. Mit zuletzt konstant etwa 1 000 Besuchern sei die Ausbildungsbörse mittlerweile auch die größte ihrer Art im Landkreis Meißen, sagt Dana Michel. Sie ist Sprecherin des Jobcenters, das wie auch die Agentur für Arbeit ebenfalls auf der Börse vertreten sein wird und die Berufsschüler vor allem bei der Akquise der Unternehmen unterstützt hat.

Zielgruppe der Börse seien ganz klar Siebt- bis Zehntklässler, sagt Berit Kasten, Sprecherin der Agentur für Arbeit in Riesa. Die Lage auf dem Markt sei dabei zurzeit so gut wie noch nie. „Es gibt etwa genau so viele Ausbildungsplätze wie freie Stellen, die Unternehmen suchen händeringend.“ 

Aber das bedeute eben nicht, dass Bewerber immer auch auf die Wünsche der Unternehmen passen, was beispielsweise die Noten angeht. Sie rät den Schülern dazu, nicht erst vor dem Abschluss zu kommen, sondern sich schon vorher einen Überblick zu verschaffen, etwa über die Anforderungen, die die einzelnen Unternehmen an ihre künftigen Auszubildenden stellen.

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