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Babyempfang am neuen Spielplatz

In Friedersdorf wurde der 1. Juni besonders zelebriert. Für die Neugeborenen und deren Familien. Aber nicht nur.

© Jonny Linke

Von Jonny Linke

Pulsnitz. Am traditionellen Kindertag empfing Bürgermeisterin Barbara Lüke die Neugeborenen der Stadt Pulsnitz auf dem neuen Spielplatz in Friedersdorf. Gleich zwei tolle Veranstaltungen in einer. „Eigentlich wollten wir schon im vergangenen Jahr die Einweihung des Spielplatzes feiern. Doch aufgrund der Lage im Hochwassergebiet haben sich die Genehmigungen und Bauarbeiten länger hingezogen“, sagte Barbara Lüke. Gerade als sie dabei war, einige Fakten über den neuen Spielplatz aufzuzählen, fing es stark zu regnen an.

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Also entschloss man sich, im Zelt die Neugeborenen der letzten Monate gebührend zu empfangen. Mit kleinen Präsenten lernte die Bürgermeisterin die Eltern und die kleinen Bürger der Stadt kennen. Doch das war kein leichtes Unterfangen. Der starke Regen rasselte so heftig auf das Zelt, dass man die Worte der Bürgermeisterin kaum verstand. Auch Blitze schlugen in Entfernung ein, und die Donner waren laut zu hören.

Ängstliche neue Pulsnitzer? Fehlangzeige! Die Babys waren völlig entspannt. Die Eltern hatten alles im Griff. Hier wächst offenbar eine gelassene Bürgerschaft von Pulsnitz, Friedersdorf und Oberlichtenau heran. „Es ist eine erfreuliche Entwicklung, die wir als Stadt in den vergangenen Jahren erlebt haben. Wir haben aktuell starke Geburtenjahre, und das freut mich“, so Lüke. Waren im Jahr 2013 noch 57 Kinder in Pulsnitz, Friedersdorf und Oberlichtenau geboren, konnten im vergangenen Jahr schon 66 neue Mitbürger begrüßt werden. Und in diesem Jahr sind aktuell schon 20 Kinder zur Welt gekommen.

Kita-Plätze werden knapp

Doch es gibt auch ein kleines Problem mit den vielen Geburten. Die Plätze für Krippe und Kindergarten werden in der Pfefferkuchenstadt knapp. „Ja, da gibt es Engpässe, deswegen hat der Stadtrat wieder beschlossen, auch zukünftig keine Kinder aus anderen Orten aufzunehmen. Wir wollen erst mal unseren eigenen Kindern die Plätze zur Verfügung stellen“, erklärte die Bürgermeisterin. Und damit für so viele Kinder in Pulsnitz auch etwas geboten wird, wurde mehr als ein Jahr an einem neuen Spielplatz in Friedersdorf gewerkelt. „Wir haben hier einen kleinen Rasenplatz für Ballsportarten und gleich daneben einen Platz mit Kletterturm, Rutsche und Schaukel. Alles ist umzäunt“, so Lüke.

Dass es für den schönen Spielplatz so lang gebraucht hat, lag an der Lokalität. Die Spielgeräte stehen direkt neben der Feuerwehr, also am Bachlauf. „Wir mussten Hochwasserauflagen erfüllen. Nun hat der Metallzaun im unteren Bereich hochklappbare Tore. So kann das Wasser ungehindert durch den Spielplatz fließen. Ich bin allen Behörden sehr dankbar, dass wir hier eine gute Lösung gefunden haben“, sagte die Bürgermeisterin. Kinder dürfen dann natürlich erst auf den Spielplatz, wenn der Pegel wieder zurückgegangen ist.

Das gesamte Projekt hat rund 50 000 Euro gekostet und fällt damit wesentlich günstiger aus, als einst veranschlagt. „Wir finden den Spielplatz super und konnten ihn schon kurz testen. Den Kindern gefällt es riesig“, sagt Kerstin Förster mit ihren Kindern Lia Lynn und Ben Luca. Nun muss nur noch Spielvergnügen für alle hinzukommen. Die Eröffnung am 1. Juni fiel ja leider sprichwörtlich ins Wasser.