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Sport

IOC-Präsident will nicht Buhmann sein

Thomas Bach erklärt sich und sein Vorgehen bei der Olympia-Verschiebung ins nächste Jahr. Und er räumt mit Verschwörungstheorien auf.

Thomas Bach wehrt sich gegen die Kritik an ihm und der Art und Weise der Olympia-Verschiebung.
Thomas Bach wehrt sich gegen die Kritik an ihm und der Art und Weise der Olympia-Verschiebung. © dpa

Lausanne. Thomas Bach hat sich zu Wort gemeldet und das Vorgehen seines Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bei der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio verteidigt. Zudem wehrt sich IOC-Präsident gegen die harsche Kritik an ihm. „Da sind vielerlei Verschwörungstheorien verbreitet worden. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache“, sagte Bach in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

Der Fecht-Olympiasieger von 1976 sieht sich „weit entfernt“ von der Rolle des Buhmanns: „Es ist uns gelungen, binnen drei Tagen Olympische Spiele zu verschieben und sechs Tage später einen neuen Termin zu präsentieren. Das spricht für sich.“Athleten, Funktionäre und Sportpolitiker hatten Bach und dem IOC vorgeworfen, bei der Entscheidung über die Sommerspiele in der Corona-Krise zu lange gezögert zu haben. Auch mangelnde Kommunikation war Gegenstand der Kritik.

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Bach (66) räumt zumindest Verständnis für die Stimmen der Athleten ein, betont aber auch: „Die einzig mögliche kurzfristige Entscheidung wäre eine Absage gewesen, und die hat keiner der Athletenvertreter aus aller Welt in unseren gemeinsamen Telefonkonferenzen gewollt.“ 

Die Verschiebung ins nächste Jahr eher geplant

Er erklärte zudem, dass nur die Verschiebung auf das Jahr 2021 infrage kam. "Um auch da Verschwörungstheorien entgegenzutreten, muss klar gesagt werden, dass das IOC gegen eine Absage versichert gewesen wäre, was wir gegen eine Verschiebung nicht sind", sagte er: "Für eine Verschiebung braucht es aber die Zustimmung des Organisationskomitees, das bereit sein muss, ein Jahr länger zu arbeiten, und die japanische Regierung muss bereit sein, die Vorbereitungen weiterhin zu unterstützen."

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Das IOC habe die Spiele zwei Tage vorher verschieben wollen, nachdem es neue Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO erhalten habe, behauptete Bach. "Dass unsere japanischen Freunde auf die Idee einer Verschiebung, die wir noch am 22. März in den Raum gestellt haben, nicht innerhalb einer Stunde mit ja oder nein antworten können, ist bei der Größenordnung von Olympischen Spielen selbstverständlich", sagte er. (sid)

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