merken

Bachmann auf Teneriffa unerwünscht

Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann ist vom Inselparlament Teneriffas - dem Cabildo Insular - am Freitag zur „unerwünschten Person“ erklärt worden.

© Ronald Bonß

Madrid. Lutz Bachmann ist vom Inselparlament Teneriffas - dem Cabildo Insular - am Freitag zur „unerwünschten Person“ erklärt worden. Das berichtet die spanische Nachrichtenagentur Efe.

Der Pegida-Gründer Bachmann lebt mit seiner Frau seit Mai dieses Jahres in Adeje im Südwesten der Kanareninsel. Er selbst machte seinen Umzug nach Spanien im September auf Facebook bekannt. Seitdem bemüht sich die lokale Gruppierung der Linkspartei Podemos um eine gemeinsame Resolution aller Parteien im Inselparlament zu dem ungebetenen Gast aus Deutschland.

Anzeige
Große Jubiläumsaktion bei XXL KÜCHEN ASS
Große Jubiläumsaktion bei XXL KÜCHEN ASS

Zum 25-jährigen Geburtstag gibt es bei den sieben XXL KÜCHEN ASS-Fachmärkten in Sachsen den gewohnten Service und tolle Jubiläumsangebote.

Die Erklärung zur unerwünschten Person, die im Prinzip keine praktischen Konsequenzen hat, solle „die Funktion einer Impfung“ haben, sagte Podemos-Sprecher Fernando Sabaté am Freitag. Bachmann sei für den Süden Teneriffas „ein Virus“. Dem fügte Sabaté noch hinzu: „Nie wieder Rassismus und Faschismus, bitte.“

Weiterführende Artikel

Bachmann ist als Leiter tabu

Bachmann ist als Leiter tabu

Das Ordnungsamt greift gegen den Pegida-Mitbegründer und seinen Vize Siegfried Däbritz durch.

Bachmann kommt extra aus Teneriffa

Bachmann kommt extra aus Teneriffa

Rechtspopulisten der Identitären Bewegung, AfD und Pegida trafen sich beim Magazin Compact. Wehmütig zeigte sich Bachmann angesichts der Misserfolge von Pegida-Ablegern im Westen.

Dieser Haltung schlossen sich alle anderen Parteien im Inselrat an. Der Sozialist Miguel Ángel Pérez sagte, die Politiker seien „moralisch verpflichtet, die Anwesenheit eines Rassisten und Fremdenfeindes“ auf ihrer Insel anzuprangern. Er wünsche sich „diplomatische Schritte“ des spanischen Staates, damit „solch eine Person nicht hier leben“ könne. Bachmann sei auf Teneriffa „nicht willkommen“, sagte auch der stellvertretende Cabildo-Präsident Efraín Medina von der Kanarischen Koalition, seine Anwesenheit sei „traurig“ und „furchtbar“. (SZ/Dahms)