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Bachmann sorgt für neuen Wirbel

Nachdem rassistische Einträge im Netz aufgetaucht sind, gerät der Pegida-Mitgründer ins Zwielicht. Doch noch ist unklar, ob er der Urheber ist.

© dpa

Von Thomas Schade

Dresden. Nach Auskunft der General-staatsanwaltschaft in Dresden gibt es derzeit keine Ermittlungen gegen Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann, die auf jüngst aufgetauchte Äußerungen im Internet zurückzuführen wären. Es habe lediglich eine Anfrage gegeben, ob diverse Äußerungen strafbar seien, erklärte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, am Dienstag in Dresden. Seiner Behörde seien diese Äußerungen jedoch bisher nicht bekannt.

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Um diese Aussagen auf Facebook geht es.

Stunden zuvor waren auf der Facebook-Seite „Anonymous News Germany“ sogenannte Screenshots aufgetaucht. Sie zeigen eine Unterhaltung, an der Bachmann beteiligt gewesen sein soll. Den Bildern zufolge fand die Unterhaltung im September 2014 statt, vor Beginn der Pegida-Kundgebungen. In der Unterhaltung sind unter dem Namen Bachmann im Zusammenhang mit Flüchtlingen Bezeichnungen wie „Dreckspack“, „Viehzeug“ und „Gelumpe“ zu lesen. Wenige Stunden nach Bekanntwerden der rassistischen Äußerungen wurde das Facebook-Profil Bachmanns vom Netz genommen, auf dem der Dialog angeblich gefunden worden war.

Zudem tauchte ein Bild auf, das Lutz Bachmann mit Spitzbart als Adolf Hitler zeigt und die Unterschrift trägt: „Er ist wieder da.“ Kurz nach Bekanntwerden dieses Fotos tauchte auf dem Facebook-Account Lutz Bachmanns ein neues Profilbild auf. Es zeigt Charlie Chaplin als Adolf Hitler in seinem Film „Der Diktator“. Auf dem Profilbild ist zu lesen: „Der darf Satire ... Lutz nicht.“ Auf der Facebook-Seite von Mopo 24 war wenig später unter dem Namen Lutz Bachmann ein Eintrag zu lesen, aus dem hervorgeht, dass das Bild an den als Stromberg bekannt gewordenen Schauspieler Christoph Maria Herbst geschickt worden war – für dessen Satire-Hörbuch „Er ist wieder da“.

Lutz Bachmann wollte am Dienstagabend am Telefon nichts zu den aufgetauchten Internetäußerungen sagen und verwies lediglich an seine Pressestelle. Doch bei der meldete sich nur die Mailbox. So bleibt vorerst unklar, ob die ausländerfeindlichen Äußerungen tatsächlich von Bachmann stammen.

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