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Bad Muskau plant Impfzentrum am Lindenhof

Noch stehen keine Termine fest. Doch die Bürger über 80 Jahre sollen vor Ort geimpft werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

© Christoph Schmidt/dpa

Bad Muskau. Nachdem es durch fehlende Impfstoffe und das Aussetzen der Verimpfung von Astrazeneca zum Ausfall des Impftermins am 21. März in Schleife kam und sich die Parkstadt auch nicht ans Impfzentrum von Weißwasser mit anbinden konnte, sind die Bürger von Bad Muskau verunsichert. „Viele Impfberechtigte haben sich inzwischen schon gekümmert, sind nach Löbau oder Kamenz gefahren. Aber wie geht es weiter in Bad Muskau?“, fragte Stadträtin Heidi Knoop daher am Mittwoch in der öffentlichen Ratssitzung an. Auch Sigmar Nagorka, Stadtrat und technischer Vorstand bei der örtlichen Wohnungsbaugenossenschaft, fragte nach, wann und wo in Bad Muskau geimpft wird. „Viele unserer Mieter fragen mich. Manche wussten gar nicht, dass der Termin in Schleife ausfiel. Wie wurde das durch die Stadtverwaltung gegenüber den Einwohnern kommuniziert?“.

Laut Bürgermeister Thomas Krahl habe man darüber auf der städtischen Internetseite informiert. „Das Problem war ja, dass der Termin von hier auf jetzt ausfiel, also kaum eine andere Chance der schnellen Information bestand.“ Aufgrund der Impftermin-Absage habe es auch entsprechend viele Anfragen im Rathaus gegeben, wie es nun weitergeht, weshalb letztlich alle 307 impfberechtigten Bürger von Bad Muskau noch einmal angeschrieben worden seien. „Ein Drittel davon meldete sich mit dem Wunsch zurück, in der Stadt geimpft zu werden.“ Wie Krahl weiter informierte, hätten einige Zuschriften allerdings auch Hinweise wie „nicht mit Astra impfen“ oder „nur beim Hausarzt impfen“ enthalten. „Wir wissen dadurch also letztlich noch immer nicht, wie viele Personen konkret zur Impfung kommen werden, da es auch abhängig vom Impfstoff und der menge sein wird. Was wir aber wissen ist, wer den von der Stadt angebotenen Fahrdienst in Anspruch nehmen will.“

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Nur noch der Impfstoff fehlt

Inzwischen sei zudem ebenfalls klar, dass im Bereich des Lindenhofes von Bad Muskau die Einrichtung eines lokalen Impfzentrums geplant sei. Die Voraussetzungen für die Durchführung der Impfungen seien geklärt. So habe Doktor Lemke beim Impfen seine Unterstützung zugesagt – vorbehaltlich des Bereitstehens von Impfstoff. Mit helfen würden ebenfalls Mitarbeiter des örtlichen Pflegedienst Porges.„Wir als Stadt organisieren in jedem Fall den Fahrdienst. Außerdem würden wir Mitarbeiter, wie technisches Personal, für den Aufbau bereitstellen und, falls sie benötigt werden, auch unsere für das Adventsfest angeschafften Holzhütten sowie Stühle.“ Klären müsse man allerdings noch, wann und woher der nötige Impfstoff kommt und wann demzufolge feste Impftermine stattfinden und bekannt gegeben werden können. „Es soll natürlich möglichst schnell passieren. Ich hoffe, schon in der Woche nach Ostern nähere Informationen zu haben oder Auskünfte machen zu können, wann konkret in Bad Muskau geimpft wird“, so der Bürgermeister. Allerdings bestehe auch noch Hoffnung und Aussicht auf einen neuen Termin im Impfzentrum in Schleife. Aber auch dazu könne er zum jetzigen Zeitpunkt leider noch keine weiteren oder gar genauen Aussagen treffen.

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