merken
PLUS Weißwasser

Große Impfaktion in Bad Muskau

Schon lange ersehnten viele Bad Muskauer den Tag, an dem ihre Covid-Impfung bekommen. Noch dazu ohne lange Wege.

Unter den ersten von etwa 200 „Impflingen“ am Freitag im lokalen Impfzentrum im „Lindenhof“ war Heidemarie Jakubik (rechts) aus Bad Muskau. Hausarzt Wladimir Grez (2. v. li,) beantwortete zunächst ihre Fragen, bevor sie den Piks in den Oberarm be
Unter den ersten von etwa 200 „Impflingen“ am Freitag im lokalen Impfzentrum im „Lindenhof“ war Heidemarie Jakubik (rechts) aus Bad Muskau. Hausarzt Wladimir Grez (2. v. li,) beantwortete zunächst ihre Fragen, bevor sie den Piks in den Oberarm be © Joachim Rehle

Bad Muskau. Am Freitag fiel der Startschuss für die zentrale Impfaktion in Bad Muskau. Rund 200 Menschen unterschiedlicher Alters- und Prioritätengruppen erhielten im Kulturhaus „Lindenhof“, das zum Impfzentrum umfunktioniert worden war, ihre erste Schutzimpfung. Am 4. Juni gibt‘s für sie den zweiten Piks. Am Pfingstsonnabend werden dort noch mal so viele Menschen geimpft – mit dem Folgetermin 19. Juni.

Lange war unklar, ob es in Bad Muskau eine zentrale Impfaktion geben würde. Angedacht war, die Muskauer in Weißwasser oder Schleife mit impfen zu lassen, was an den Impfstoff-Kapazitäten dort scheiterte. Deshalb bemühte sich die Stadtverwaltung um eine eigene Lösung, um den Einwohnern lange Wege bis ins Impfzentrum Löbau zu ersparen – auch, weil die beiden in der Stadt niedergelassenen Hausärzte zwar schon einige Zeit impfen, aber enorm lange Wartelisten haben. Um die Durchimpfung der Bevölkerung voranzubringen, engagierte man sich daher für die Errichtung und Zulassung des Impfzentrums im „Lindenhof“. „Wir haben dort viel Platz und durch die vielen Räume, die vorhandenen Sanitäranlagen und die ausreichenden Parkplätze ideale Voraussetzungen“, begründete Bürgermeister Thomas Krahl.

Anzeige
Apotheke sucht Unterstützung!
Apotheke sucht Unterstützung!

Die Apotheke Boxberg sucht ab sofort einen Apotheker oder Pharmazie-Ingenieur (m/w/d). Jetzt bewerben!

Am Mittwoch trafen das Stadtoberhaupt, Hausmeister, Mitarbeiter der Verwaltung und Vertreter der Polizei bei einer Vor-Ort-Begehung letzte Absprachen. Hinweise wie „Dort muss noch ein Desinfektionsspender hin“ oder „Da oben sollte noch eine Beleuchtung angebaut werden“ waren für die reibungslose Impfaktion am Freitag ebenso hilfreich wie Informationen, welche Stationen sich wo befinden und wer dort welche Aufgaben übernimmt.

„Wir konnten im «Lindenhof» vom Eingang mit Fiebermessung und Unterlagensichtung über Impfung und Wartebereich bis zum Ausgang eine Art Einbahnstraße-System umsetzen“, so der Bürgermeister. Somit gab es genügend Abstand und kaum Kontakte der Impfwilligen zueinander. Das lobte auch Bürgerpolizist Thomas Hanzig, der mit verantwortlich war, dass die Umsetzung der Corona-Schutzverordnung und der für Impfzentren geltenden Auflagen erfolgte. „Es ist alles in Ordnung“, betonte er.

Auch die Bürger lobten die Organisation der Impfaktion, die neben dem von der Stadtverwaltung organisierten Bestell- und Terminplan einen Fahrdienst für ältere oder gehandicapte Bürger beinhaltete. „Bis zum letzten Tag haben die Verwaltungsmitarbeiter mit Bürgern telefoniert, sie informiert, Umbestellungen ermöglicht und vieles mehr. Es war ein enormer Kraftakt“, bekennt Krahl. Zur Absicherung eines reibungslosen Impftags waren 14 Helfer aus der Stadtverwaltung und der Feuerwehr im Einsatz. Auch der Stadtchef selbst.

Als Impfärzte konnten die Bad Muskauer Hausärzte Wladimir Grez und Dr. Robert Lemke samt Schwestern gewonnen werden, die vom Impfteam des DRK unterstützt wurden. „Für die Bereitschaft unserer Ärzte, zusätzlich und auch am Wochenende im Impfzentrum im Einsatz zu sein, sind wir als Stadt besonders dankbar“, lobte der Bürgermeister angesichts der hohen Belastung der Mediziner, die in den Praxen jetzt und künftig zusätzlich weiter impfen.

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Weißwasser