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Weißwasser

Neue Unterkünfte für Touristen

Ein Ehepaar aus Bad Muskau will im Uferweg neue Mobilheime aufstellen. Der Technische Ausschuss gab grünes Licht.

Im Bad Muskauer Rathaus gab es jetzt Zustimmung für die Pläne
Im Bad Muskauer Rathaus gab es jetzt Zustimmung für die Pläne © Sabine Larbig

Bad Muskau. Schon oft wurde im Stadtrat die Problematik angesprochen, dass es – wegen der jährlich steigenden Besucherzahlen – in Bad Muskau viel mehr Unterkünfte für Touristen geben muss. Insbesondere für Radtouristen oder Familien mit Kindern mangle es an modernen und für mehrere Personen geeigneten Angeboten wie Pensionszimmern oder anderen Übernachtungsmöglichkeiten. Diese Marktlücke hat sich auch in der Bevölkerung herumgesprochen. Ein Ehepaar mit großem Grundstück im Uferweg will daher in die Anschaffung und Aufstellung von zwei bis drei großen Mobilheimen investieren. Weil ihr Grundstück im Umfeld der Schutzzone für den Unesco-Park liegt, muss die Fürst-Pückler-Stiftung zustimmen. Da das Privatgrundstück im Außenbereich der Stadt liegt, sind zudem ein Bebauungsplan samt Genehmigung durch Stadt und Landkreis nötig.

In der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschuss wurde deshalb zum Projekt beraten. Wie Bürgermeister Thomas Krahl informierte, seien bei einer Vor-Ort-Begehung auch Vertreter der Stiftung anwesend gewesen. „Sie gaben einige Hinweise zu Bepflanzung und Platzgestaltung, aber auch eine Zustimmung zum Vorhaben, obwohl der Uferweg ein sensibler Bereich ist.“ Laut Krahl sollen im Uferweg, laut Antrag der Privatinvestoren, zwei bis drei „riesige Mobilheime mit Küche, zwei Schlafräumen, WC und Dusche“ entstehen. Künftige Nutzer, schwärmt der Stadtchef, hätten die Neißewiese und den Oder-Neiße-Radweg direkt vor sich. „Ich denke, es ist ein gutes Vorhaben“, so Krahl.

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Auch Stadtrat Thomas Heisler lobte das Engagement der Bad Muskauer als „sehr schöne Idee“ und appellierte, das ähnliche Vorhaben an anderer Stelle in der Stadt weitergeführt werden sollten. Glücklich über das Vorhaben zeigte sich auch Erik Schobner, der im Auftrag der Bad Muskau Touristik den städtischen Wohnmobilstellplatz betreut. „Ich bin froh über jeden, der in unserer Stadt etwas für Touristen macht. Während die Gästezahlen steigen, haben wir kaum noch Unterkünfte wie Ferienwohnungen, Pensionen oder Stellplätze für Zelte.“ Ebenfalls für das Vorhaben ausgesprochen hat sich Stadtrat Siegmar Nagorka. Er wollte dennoch wissen, ob die künftigen Betreiber eine Anforderung an die Stadt stellten, beispielsweise hinsichtlich Fragen zum Wegebau. „Nein, das haben sie nicht und ich würde es auch kategorisch ablehnen“, erklärte Thomas Krahl. Er beteuerte allerdings, dass er als Bürgermeister von Bad Muskau „sehr offen“ für das touristische Vorhaben sei.

Der Technische Ausschuss votierte letztlich einstimmig für den Antrag der Bad Muskauer Familie. Sie muss, um die Mobilheime aufstellen zu können, einen offiziellen Bauantrag einreichen und genehmigt bekommen.

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