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Warum der Gehalm ein Bad Muskauer „Krisengebiet“ ist

Wie ein Wohngebiet in der Welterbestadt von einer Bevölkeruhngsgruppe "übernommen" wird, Regeln nicht gelten. Und wie wenig Lokalpolitik und Polizei tun können.

Von Sabine Larbig
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Derzeit laden die Temperaturen nicht zum stundenlangen Sitzen im Freien ein. Doch sobald es warm ist, nutzen die in Bad Muskau lebenden bulgarischen Großfamilien den Gehalm bis in die Nachtstunden als Treff-, Spiel- und Feierplatz. Das bringt Lärm, Dreck,
Derzeit laden die Temperaturen nicht zum stundenlangen Sitzen im Freien ein. Doch sobald es warm ist, nutzen die in Bad Muskau lebenden bulgarischen Großfamilien den Gehalm bis in die Nachtstunden als Treff-, Spiel- und Feierplatz. Das bringt Lärm, Dreck, © Sabine Larbig

Sobald es warm ist, geht der Lärm im Wohngebiet am Gehalm wieder los. Während die dort wohnenden türkischstämmigen Bulgaren den Spielplatz und sein parkähnliches Umfeld bis Mitternacht als öffentlichen Treffpunkt und grünes Wohnzimmer nutzen – ihre Kinder ebenso lange ohne erzieherisches Einschreiten toben und schreien, Fußbälle gegen Tore der Scheunen am Gehalm und Steine auf Metallrutschen, gegen Autos und Fenster schmeißen – finden deutsche, polnische, ukrainische Anwohner keine Ruhe. Ein Zustand, der seit Jahren besteht, weil immer mehr bulgarische Familienclans aus dem benachbarten Polen, wo sie auch wegen ihrer Lebensweise ungern gesehen sind und vertreiben werden, nach Bad Muskau ziehen. Aktuell sind es rund 450 in der Stadt. Tendenz steigend. Und das gilt auch für den Frust und Ärger vor Ort.

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