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Feuerwehrauto für Prossen wird teurer

Die Prossener Feuerwehr fährt noch im W50 aus DDR-Zeiten zum Einsatz. Ein neues Fahrzeug ist fest eingeplant, kostet nun aber mehr als gedacht.

Von Dirk Schulze
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© Archiv/Marko Förster

Möglichst bald soll die Feuerwehr in Prossen ein neues Fahrzeug bekommen. Dort ist bisher noch ein W50 aus DDR-Zeiten im Einsatz, es handelt sich um das älteste Auto im Fuhrpark der Feuerwehren von Bad Schandau und seinen Ortsteilen. Schon vor Monaten hat die Stadt den Kauf eines neuen Löschfahrzeugs LF10 beschlossen. Im aktuellen Doppelhaushalt sind dafür 345.000 Euro eingeplant.

Im Laufe der Ausschreibung hat sich aber nun herausgestellt, dass es doch teurer wird als gedacht. Statt der geschätzten 345.000 Euro sind 405.000 Euro für das neue Feuerwehrfahrzeug fällig, hinzu kommen nochmals 2.000 Euro für zusätzliche Planungskosten. Die Gründe liegen laut Auskunft der Stadtverwaltung Bad Schandau in der aktuellen Marktlage: Gestiegene Rohstoffpreise, längere Lieferfristen bei dennoch hoher Nachfrage führten zu steigenden Preisen.

Sammelbestellung von vier Gemeinden

Das half es auch nichts, dass Bad Schandau sich mit drei weiteren Kommunen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zusammengetan hatte, um durch eine Sammelbestellung günstiger wegzukommen. Für den Kauf gibt es zwar Fördermittel vom Freistaat, die sind jedoch auf 241.000 Euro festgesetzt, der Bescheid ist schon da. Die Kostensteigerung muss die Stadt also allein tragen. Der Eigenanteil steigt von 102.000 Euro auf nun 165.800 Euro.

Der Stadtrat hat den Kauf dennoch beschlossen. Zur Finanzierung der Mehrkosten sollen nun andere Anschaffungen für die Feuerwehr, darunter ein Waldbrandanhänger und ein Bootslift, verschoben werden. Zudem hofft die Stadt auf höhere Schlüsselzuweisungen aus dem Finanzausgleich. Das bestellte Löschfahrzeug soll mehr Wasser besonders für die Waldbrandbekämpfung aufnehmen können. Die Ausstattung ist mit dem Kreisbrandmeister abgestimmt.