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Nationalparkbahnhof: So viele lassen das Auto stehen

Seit zehn Jahren gibt es den P+R-Platz am Bahnhof in Bad Schandau. Jetzt hat der Verkehrsverbund überschlagen, wie viele Autofahrten dadurch gespart wurden.

Von Dirk Schulze
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P+R-Parkplatz am Nationalparkbahnhof Bad Schandau: Mit der S-Bahn geht es von hier genauso schnell nach Dresden wie mit dem Auto.
P+R-Parkplatz am Nationalparkbahnhof Bad Schandau: Mit der S-Bahn geht es von hier genauso schnell nach Dresden wie mit dem Auto. © Steffen Unger

Das Auto abstellen und umsteigen in den Zug - das ist die Idee hinter einem Park+Ride-Platz. Vor zehn Jahren, im November 2011, wurde ein solcher Parkplatz am Nationalparkbahnhof in Bad Schandau eingeweiht. Aus Anlass des runden Jubiläums hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) nun eine Rechnung angestellt, wie viele Autofahrten dadurch vermieden wurden.


Seit der Einweihung haben die Fahrgäste, die hier das Auto stehen lassen und in den Zug umsteigen, demnach rund 520.000 Pkw-Fahrten eingespart. "Die Bilanz des Verkehrsknotens Nationalparkbahnhof Bad Schandau und besonders seines P+R-Platzes zeigen, dass das Angebot gut genutzt wird", sagt VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen.

Die Anlage verfügt heute über 148 kostenfreie Pkw-Stellplätze. Zudem können 50 Fahrräder abgestellt werden. Die Auslastung des P+R-Platzes liegt laut Angaben des VVO heute bei 75 Prozent. Die Fahrradstellplätze sind zu 40 Prozent belegt. Dies zeige, dass die Anlagen genutzt werden, wenn das Bahnangebot konkurrenzfähig ist, erklärt VVO-Chef Ehlen. Von Bad Schandau bis ins Dresdner Zentrum benötigt die S-Bahn 43 Minuten - und ist damit genauso schnell wie das Auto. "In der S-Bahn können die Fahrgäste die Zeit aber sinnvoller für sich nutzen."

Im Frühling 2021 wurde der Parkplatz am Nationalparkbahnhof Bad Schandau zudem mit batteriebetriebenen Sensoren ausgestattet. Dadurch ist nun jederzeit in Echtzeit sichtbar, wie viele Stellplätze gerade frei sind. Die Daten sind auf einer Karte unter www.vvo-online.de/Park-and-Ride sowie in der Fahrplanauskunft sichtbar. Das System wurde vom Nürnberger Start-up Smart-City-System entwickelt hat.

Neben der im Halbstunden-Takt fahrenden S-Bahn S1 verkehrt in Bad Schandau alle zwei Stunden die Nationalparkbahn U28. Zudem halten am Nationalparkbahnhof die Eurocity-Züge auf der Strecke Hamburg – Berlin – Dresden – Prag. Der Bahnhof sei somit ein wichtiger Punkt im Eisenbahnnetz, erklärt der VVO. Montags bis freitags wird er von jeweils rund 2.200 Fahrgästen genutzt. An Samstagen steigen 3.400 Fahrgäste ein und aus - größtenteils Ausflügler auf dem Weg in die Sächsische Schweiz. Sonntags liegt die Zahl bei etwa 2.700 Nutzern.