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Stiegenfreunde legen Wanderweg frei

Das Juli-Unterwetter hat einen Pfad an der deutsch-tschechischen Grenze bei Schöna zerstört. Jetzt ist er wieder begehbar - festes Schuhwerk vorausgesetzt.

Arbeitseinsatz im Gelobtbachtal bei Reinhardtsdorf Schöna. Mehrfach kreuzt der Wanderpfad in dem engen Grund den Bach.
Arbeitseinsatz im Gelobtbachtal bei Reinhardtsdorf Schöna. Mehrfach kreuzt der Wanderpfad in dem engen Grund den Bach. © privat

Der Gelobtbach markiert südlich des Großen Zschirnsteins seit Jahrhunderten die Grenze zwischen Sachsen und Böhmen, zwischen Reinhardtsdorf-Schöna und Dolni Zleb schlängelt sich das Wasser hier in Richtung Elbe. Auf einem Teilstück folgt ein Wanderpfad dem Bachlauf durch das felsgesäumte Tal.

Nach dem Unwetter mit Starkregen am 17. Juli ist davon nicht mehr viel übrig. "Der untere Abschnitt des Wanderwegs war komplett zerstört", sagt Mathias Klimmer von der IG Stiegen- und Wanderfreunde. Die Wassermassen haben Erde und Geröll durch den engen Grund gespült, selbst Grenzsteine wurden herausgerissen.

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Einige Mitglieder der IG Stiegen- und Wanderfreunde wollten gegen diesen Zustand etwas tun. Nach Absprache mit dem zuständigen Revierförster des Sachsenforsts trafen sie sich an einem Samstag im September zum Arbeitseinsatz im Gelobtbachgrund. Mit Muskelkraft und Werkzeug haben sie eine von Schwemmholz verstopfte Engstelle freigelegt und weggeschwemmte Steinblöcke im Bachbett so in Position gerückt, dass sie nun als Trittsteine dienen können.

Trittsteine zur Bachquerung

Der Weg durch den Gelobtbachgrund ist damit wieder begehbar, erklärt Mathias Klimmer. Das sich der Bach ein neues Bett gebahnt hat, müssen Wanderer nun ein paar Mal mehr als früher die Uferseite wechseln, wodurch sie streng genommen auch zwischen Deutschland und Tschechien hin und her springen.

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