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Badender in Kiesgrube Leuben vermisst

© Daniel Förster

Der 27-Jährige wollte sich am Sonntagabend im Wasser erfrischen. Nachdem er untergegangen war, begann eine Suchaktion – bisher erfolglos.

Daniel Förster

Dresden. In der Kiesgrube Leuben-Süd wird seit Sonntagabend kurz nach 21 Uhr ein 27-jähriger Mann vermisst. Während seine etwa gleichaltrigen Begleiter am Ufer blieben, war er baden gegangen.

Bis in die Nacht hinein wurde nach dem Vermissten gesucht. © Daniel Förster
Auch Spezialkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft waren vor Ort. © Daniel Förster

Beim Schwimmen in einer östlichen Bucht in Richtung der Wasserskianlage hätte er den anderen jungen Männern an Land signalisiert, dass er ein Problem habe und Hilfe bräuchte, so die Polizei. Daraufhin sei der Mann aus Prohlis im Wasser nahe einem Mast der Anlage untergegangen und nicht mehr aufgetaucht. Von dem gebürtigen Kasachen mit deutscher Staatsbürgerschaft, der bei seiner Großmutter gelebt haben soll, fehlt seitdem jede Spur.

Der Bruder des Vermissten, der mit am See war, habe die Polizei verständigt. Zunächst soll noch ein weiterer Badegast das plötzliche Verschwinden bemerkt haben und ins Wasser gesprungen sein. Jedoch ohne Erfolg. Nach Bekanntwerden des Vorfalls begann eine groß angelegte Suchaktion nach Dimitri F. Allerdings hätte die hereinbrechende Dunkelheit sich dabei als nachteilig erwiesen, sagte ein Diensthabender. Zunächst eilten Berufsfeuerwehrleute an die Kiesgrube und suchten mit einem Schlauchboot die Wasseroberfläche ab. Außerdem sollen die Betreiber der Wasserskianlage der Polizei mit einem motorisierten Boot bei der Suche geholfen haben. Der Hubschrauber der Polizei kreiste über dem Gewässer.

Spezialkräfte und Einsatztaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bezirk „Obere Elbe“ Pirna, wurden alarmiert, genauso wie die Wasserrettungsgruppe Weißeritzal der DRK-Wasserwacht Freital. Sie suchten mit ihren Rettungsbooten das Wasser ab und brachten dabei Sonargeräte zum Einsatz. Mit dieser Technik können Gegenstände und Personen mit Hilfe ausgesandter Schallimpulse unter Wasser geortet werden.

An verschiedenen Stellen begaben sich Taucher ins Wasser und suchten bis zum Grund in neun Meter Tiefe das Gewässer ab. Jedoch war die Sichtweite sehr gering – zwischen 20 und 30 Zentimeter, sagen die Fachleute. Nach fast sechs Stunden wurden die Suchmaßnahmen um 3 Uhr morgens zunächst eingestellt. Am Montag wurde die Suche wieder aufgenommen.

Zu den Umständen, wie beispielsweise, ob der Vermisste alkoholisiert war, konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Vor Ort war allerdings zu bemerken, dass seine Begleiter Alkohol getrunken hatten. Laut seiner Bekannten, könne Dimitri F. „gut schwimmen“.