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Bärenstein will Sportgaststätte retten

Der Altenberger Stadtteil könnte sein letztes Lokal verlieren und die Kegelbahn gleich mit. Wie das verhindert werden soll.

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© Frank Baldauf

Von Mandy Schaks

Bärenstein. Der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) will die Sportgaststätte „Am Kalkberg“ in Bärenstein erhalten. Die Wirtsleute, die das Lokal über 20 Jahre lang im Familienbetrieb führten, ziehen sich zum Jahresende zurück. Der Pächter geht in seinen wohlverdienten Ruhestand und hat den Vertrag mit der Stadt, der das Gebäude gehört, aufgelöst. Findet sich keine Lösung, würde der Altenberger Stadtteil mit seinen rund 900 Einwohnern seine letzte Einkehrstätte verlieren. Das wäre bitter.

Das wollen die Bärensteiner nicht, und das will auch der Bürgermeister nicht. „Wenn das Haus erst einmal leer geräumt ist, dann ist das Ende vorprogrammiert“, ist sich Thomas Kirsten sicher. Beispiele dazu gibt es bereits – nicht nur aus der Gastronomie. Was einmal zu ist, das ist in aller Regel zu.

Bereits zur letzten Stadtratssitzung hatte Kirsten deshalb angekündigt, dass die Stadt die Kegelbahn ab Januar übernehmen wird, die der Pächter in das Gebäude einbauen ließ. „Wir haben nach dem Hochwasser schon um die 30 000 Euro investiert“, sagte er. Das sind Werte, die man nicht einfach sich selbst überlassen kann. Kirsten hofft, dass sich ein Betreiber findet, sich wenigstens ein Verein den Hut für die Kegelbahn aufsetzt. Außerdem wurde das Lokal auf verschiedenen Portalen öffentlich ausgeschrieben in der Hoffnung, einen Interessenten zu finden. Inzwischen steht Kirsten auch mit hiesigen Privatpersonen im Gespräch, wie er der SZ sagte.

„Ziel ist, auch das Inventar von Gaststätte und Küche zu erhalten und eine Lösung zu finden.“ Dabei gibt es verschiedene Optionen. So könnte die Gaststätte, wenn sie als solche erst einmal bestehen bleibt, wenigstens für Familienfeste zur Verfügung stehen. Wer Geburtstage oder andere Jubiläen etwas größer feiern will, hätte die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für die Zeit zu pachten.

Eine andere Variante ist, es findet sich jemand, der das Lokal wenigstens erst einmal ein paar Tage in der Woche öffnet. Optimal wäre natürlich, einen Pächter oder Käufer langfristig zu gewinnen. „Wir hoffen, bis Anfang Januar eine verträgliche Lösung hinzubekommen, dass das Haus weiter verpachtet oder verkauft werden kann“, sagt Kirsten. Zumindest hat die Stadt mit der Entscheidung, das Licht in der Sportgaststätte nicht endgültig auszuknipsen, erst einmal Zeit gewonnen, um an einer Lösung zu arbeiten.