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Bäume an der Bahn müssen weichen

Die Bahnstrecke der Müglitztalbahn war eingewachsen. Jetzt haben die Lokführer freie Sicht, wenn sie ab Montag wieder fahren.

© Dirk Zschiedrich

Von Franz Herz

Glashütte. Mit einem Forstbagger und einem Häcksler hat die Deutsche Bahn Fahrwegservicegesellschaft diese Woche den Bahndamm in Glashütte an der Dresdner Straße freigeschnitten. Mittwoch und Donnerstag war deswegen die Straße halb gesperrt. Eine Baustellenampel leitete den Verkehr vorbei.

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Mit einem Greifarm hielt der Bagger die Bäume, damit sie nicht in die falsche Richtung fallen und womöglich den Straßenverkehr gefährden. Dann hob er die Bäume zum Hochleistungshäcksler, der selbst dicke Stämme schnell zu Hackschnitzeln zerkleinerte. Die werden nun getrocknet und dann verheizt. Damit sind die Arbeiten links und rechts vom Bahndamm für dieses Jahr abgeschlossen.

Nur auf der Trasse selbst wird jetzt noch am Wochenende eine Gleisstopfmaschine eingesetzt. Diese bringt an den Stellen, wo Schwellen und Schienen ausgewechselt worden sind, das Schotterbett wieder in den Zustand, dass Züge drüber fahren können. Geplant ist, dass ab Montagmorgen der Zugverkehr im Müglitztal zwischen Heidenau und Altenberg wieder fahrplanmäßig rollt.

520 000 Euro für Instandhaltung

Die Strecke ist seit zweieinhalb Wochen gesperrt, weil in Weesenstein eine Brücke über die Straße ausgetauscht werden musste. Diese Gelegenheit hat die Deutsche Bahn genutzt, gleichzeitig alle anderen Arbeiten, die an der Strecke ohnehin fällig gewesen wären, in diese Zeit zu verlegen. Damit konnten die Mitarbeiter Trassenarbeiten bei Tageslicht erledigen, die sie sonst in der Nacht machen müssen, wenn regulär keine Züge fahren. Die Instandhaltungsarbeiten, die die Deutsche Bahn in den letzten Wochen im Müglitztal erledigt hat, kosten insgesamt rund 520 000 Euro, wie Stephan Kirsten informierte, der bei der Deutschen Bahn für die Strecken in Ostsachsen verantwortlich ist.

Für diese Arbeiten hat die Deutsche Bahn eine Spezialabteilung, bei der speziell ausgebildete Forstwirte tätig sind, die auch eine Fortbildung zum Industriekletterer absolviert haben. Sie sind in die steilen Felsen gestiegen, unter denen die Bahn entlang fährt, haben junge Bäumchen und Gebüsch aus dem Hang geschnitten sowie loses Gestein beseitigt.