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Bäume fallen für Aufzug

Ein Teil der Brühlschen Terrasse bekommt einen neuen Zugang. Noch diese Woche geht es los.

© dpa

Von Andreas Weller

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Multimedia-Erlebnis statt Museumsbesuch

Nach sechs Jahren Planung eröffnet in der Festung Dresden die „Festung Xperience“, ein modernes Erlebnisangebot mit Unterhaltungsgarantie.

Es ist noch nicht die Lösung, wie der Balkon Europas für Familien mit Kinderwagen und Gehbehinderte zugänglich gemacht werden kann. Zunächst baut das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) einen Aufzug von der Brühlschen Terrasse in die Festung Dresden.

Ab diesem Mittwoch werden auf der Brühlschen Terrasse vier Bäume gefällt. Diese sind laut SIB in einem nicht mehr erhaltungswürdigen, vorgeschädigten Zustand. Dafür kommen 2019, wenn der Umbau abgeschlossen ist, fünf Linden als Ersatz auf die Terrasse. Die Linden, die gefällt werden, waren in Form eines Bienenkorbs aufgestellt. Die Ersatzbäume sollen in der gleichen Formation stehen, um das bisherige Erscheinungsbild der Terrasse nicht zu verändern. Es werde auf eine ausgesprochen hohe Lieferqualität geachtet, verspricht das SIB.

Das SIB konzipiert für insgesamt 4,3 Millionen Euro die Festung Dresden neu. Kernstück ist ein Aufzug als barrierefreier Zugang von der Terrasse in die Festung. Außerdem ist eine multimediale Museumskonzeption geplant und die Instandsetzung der Räume, inklusive behindertengerechter Gestaltung des Rundgangs. Einen zweiten Zugang soll es zusätzlich vom Terrassenufer geben.

Parallel wird auch an dem Aufzug für alle anderen Besucher der Brühlschen Terrasse gearbeitet. Für rund eine Million Euro kommt ein Lift in das Ständehaus. Dieser soll in diesem Jahr fertig werden. Stadt und Land hatten sich nach mehrfachen Forderungen nach einem barrierefreien Zugang geeinigt. Die Investition teilen sie sich, den laufenden Betrieb von rund 40 000 Euro übernimmt das Land, so der Plan.