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Bahn einigt sich mit Transnet

Während der Konflikt mit den Lokführern schwelt, setzen die anderen Gewerkschaften dauerhaftmehr Lohn durch.

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Berlin. Parallel zum Streit mit der Lokführergewerkschaft GDL hat sich die Bahn mit den beiden größeren Gewerkschaften Transnet und GDBA auf Eckpunkte für ein neues Bezahlungssystem geeinigt.

Bis Ende 2010 sollen alle Beschäftigten mindestens zehn Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn gestern in Berlin. Darin ist das schon im Juli vereinbarte Plus von 4,5 Prozent zum 1. Januar 2008 enthalten. Darüber hinaus sollen Verbesserungen von rund vier Prozent in eine differenziertere Bezahlung einfließen, die sich nach der Belastung richtet. Dafür wurden sechs Funktionsgruppen definiert, wobei jene für Lokführer vorerst offen gelassen wurde.

Am Montag Gespräch mit GDL

Mit der gefundenen Struktur sei für die GDL „eine Tür offen“, in Verhandlungen über Entgelte und Arbeitszeiten für Lokführer einzutreten, sagte Mehdorn. Die GDL hatte bisher darauf bestanden, für das Fahrpersonal einen „eigenständigen Tarifvertrag“ durchzusetzen. Am Montag wird darüber gesprochen. Mehdorn sagte, dank der jüngsten Einigung mit den anderen Gewerkschaften könne die Tarifeinheit im Konzern wohl erhalten werden. Transnet-Chef Norbert Hansen sprach von einem Beitrag, den Konflikt zu entschärfen. Es sei nicht selbstverständlich, dass der GDL nun vorerst das Feld für die Fragen sämtlicher Lokführer überlassen werde, obwohl ein Drittel davon nicht bei ihr organisiert sei. Die nun vereinbarten Entgeltsteigerungen sind als ein Vorgriff auf künftige Lohnrunden bis zum 31. Dezember 2010 zu verstehen. (dpa)