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Bahn fährt pünktlicher

Nur jeder fünfte Fernzug kam 2011 zu spät, deutlich weniger als zuvor. Doch auch ohne Schnee gibt es bald mehr Verspätungen.

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Berlin. Die Deutsche Bahn hat die Pünktlichkeit ihrer Züge nach eigener Statistik im vergangenen Jahr erhöht. Für den Fernverkehr wurde eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent errechnet, im Jahr zuvor waren es 72,4 Prozent, wie die Bahn gestern in Berlin mitteilte. Das heißt: Jeder fünfte Fernzug (IC und ICE) war sechs Minuten oder mehr verspätet. Züge, die einen Bahnhof bis zu 5:59 Minuten nach Fahrplan erreichen, gelten nach Bahn-Definition als pünktlich.

Die Züge des Nahverkehrs kamen laut Statistik 2011 auf eine Pünktlichkeitsquote von 93,2 Prozent nach 91,5 Prozent im Jahr 2010. Insgesamt verbesserte sich die Quote von 91,0 Prozent (2010) auf 92,9 Prozent (2011). Seit September veröffentlicht die Bahn monatlich die Pünktlichkeitswerte für den Fern- und Nahverkehr. Dabei werden 800.000 Fahrten von Personenzügen berücksichtigt, davon 780.000 im Nahverkehr einschließlich aller S-Bahnen.

Die besten Monate im Fernverkehr waren Dezember (84,5 Prozent), Februar (83,3) und Juli (81,9). Die guten Werte zum Jahresende seien vor allem auf weniger Baustellen, ein geringeres Verkehrsaufkommen und das ruhige Winterwetter zurückzuführen, sagte Bahnvorstand Ulrich Homburg. Bereits jetzt sei absehbar, „dass sich diese Situation in den kommenden Monaten nicht fortsetzen“ werde. Die Bauarbeiten und die Zahl der Güterzüge werde deutlich zunehmen. Das werde sich negativ auf die Pünktlichkeit auswirken. (dpa)