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Dampfbahner warnen vor Kaffeefahrt

Sie hat nichts mit dem Veranstalter zu tun, sagt die SDG. Die Fahrt soll im April auf der Lößnitzgrundbahn sein.

© Archiv/Arvid Müller

Von Ines Scholze-Luft

Coswig/Radebeul. Da klingeln alle Alarmglocken auf einmal, als Coswigs Ordnungsamtschef Olaf Lier im jüngsten Newsletter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft mbH (SDG), die auch die Lößnitzgrundbahn betreibt, eine Warnung vor unseriösen Kaffeefahrten findet.

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Die SDG informiert dort, dass derzeit an Privatpersonen Einladungen versendet werden, zu einer kostenfreien Fahrt auf der Lößnitzgrundbahn inklusive Kaffeetrinken für Fahrten im April 2018. „Wir warnen ausdrücklich davor, dass wir mit dem Unternehmen IHR Reisedienst keine Zusammenarbeit tätigen, uns davon strikt distanzieren und keine kostenfreien Fahrten anbieten werden“, heißt es von der Eisenbahngesellschaft.

Das Kaffeefahrten-Unternehmen verstecke sich hinter nichtssagenden Bezeichnungen wie Reisedienst Berlin, Planungsbüro, TV Media oder IHR Reisedienst. Alle diese Firmen gibt es nicht, so die SDG. Die eigentliche Verkaufsveranstaltung ziele darauf ab, Matratzen oder Bettauflagen zu überteuerten Preisen zu verkaufen. Mehr Informationen habe die Aufsichts- und Kreisordnungsbehörde des Lahn-Dill-Kreises, rechtliche Schritte seien bereits eingeleitet worden.

Ordnungsamtschef Lier und die SDG hoffen, dass die Warnung vor der betrügerischen Aktion möglichst viele Leute erreicht. Mit ähnlich zweifelhaften Kaffeefahrten sind die Coswiger schon häufig konfrontiert worden. Die Stadt hat sich dagegen stark gemacht. Das habe bis zu Gerichtsverhandlungen gegen die Veranstalter geführt, sagt Olaf Lier. Auch die Finanzbehörden wurden eingeschaltet, weil Rechnungen der an den Kaffeefahrten beteiligten Unternehmen nicht vorlagen. Zum Glück sei die Zahl solcher Veranstaltungen rückläufig. Seit einem Jahr habe es in Coswig keine mehr gegeben.

Trotzdem wünscht er sich, dass das geplante Gesetz für schärfere Kontrollen bei unseriösen Kaffeefahrten endlich kommt. Momentan wird der Entwurf neu bewertet, ist aus Berlin zu hören.