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Bahnhof im Angebot

Die Deutsche Bahn will die ehemalige Wartehalle in Langebrück verkaufen. Dort gibt es viel zu tun.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Langebrück. Verkehrsgünstig wohnen, wer will das nicht? In Langebrück haben jetzt Menschen, die besonderen Wert auf kurze Wege zur Bahn legen, die Chance auf ein ganz besonderes Grundstück. Hier will die Deutsche Bahn ein Haus verkaufen, bei dem der Bahnhof vor der Haustür liegt. Nicht nur im übertragenen Sinne, sondern wirklich. Ein Haus mit Gleisanschluss gewissermaßen. Es liegt direkt am Bahnsteig in Richtung Radeberg.

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Bei dem zweistöckigen massiven Bau handelt es sich um das ehemalige Empfangsgebäude. Allerdings ist es stark sanierungsbedürftig. Fenster und Türen sind zugenagelt. Interessenten können sich gerne an die Bahn wenden, teilt das Unternehmen mit. – In der vergangenen Woche waren Gerüchte aufgetaucht, dass Gebäude habe den Besitzer bereits gewechselt. Mitarbeiter der Verwaltungsstelle und der Bahn sowie Langebrücker Einwohner hatten sich am Haltepunkt getroffen, um über den Zustand einer Brachfläche nach dem Abriss der Wartehalle auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig zu sprechen. „Dabei ist der Satz gefallen: Das alte Empfangsgebäude ist verkauft“, sagte Dr. Anne Waechter, die bei dem Treffen dabei war. Von den Verwaltungsmitarbeitern wusste niemand davon, auch der Langebrücker Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU) konnte das nicht bestätigen. Interessenten sollten also jetzt zugreifen. Allerdings ist das Gebäude noch nicht für den Verkauf vorbereitet, was wohl heißt, dass die Räume nicht besenrein sind. Einen Preis für die Immobilie nannte die Deutsche Bahn nicht.

Zu hoher Kaufpreis

Der Haltepunkt Langebrück stand in den vergangenen Jahren immer wieder in der Diskussion. Der Zustand der Gebäude ist schlecht: Graffiti an den Wänden, bröckelnder Putz. Als Konsequenz kündigte die Bahn schließlich an, die Wartehalle am Bahnsteig nach Dresden abzureißen. Zwischenzeitlich hatte auch die Ortschaft Langebrück sogar darüber nachgedacht, das Gebäude zu kaufen und den Schandfleck in Eigenregie zu renovieren. Im Gespräch war, dort Toiletten einzubauen. Die Verhandlungen scheiterten dabei jedoch an einem zu hohen Kaufpreis. Dann verfiel das Gebäude immer mehr. Nach Angaben des Langebrücker Ortsvorstehers hatte sich auch ein Privatmann gemeldet, der das Gebäude nutzen wollte. Auch daraus wurde nichts. Dann verfiel das Gebäude immer mehr. Ende Oktober 2014 wurde die Wartehalle im Auftrag der Deutschen Bahn schließlich abgerissen.

Neue Wege wurden angelegt, neue Lichtmasten errichtet und Fahrkartenautomaten aufgestellt. Jetzt steht noch die ehemalige Empfangshalle am gegenüberliegenden Bahnsteig leer. Vielleicht findet sich da ja wirklich ein Investor mit Ideen.

Kontakt Deutsche Bahn:

www.deutschebahn.com/de/geschaefte/immobilien/ansprechpartner.html