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Bahnhofsgeschichte in Kötzschenbroda

Seit 2007 soll das Gebäude der Mittelpunkt im neuen Sanierungsgebiet sein.

Das Bahnhofgebäude in Radebeul-Kötzschenbroda. © Arvid Müller

Radebeul. Es war das wichtigste Gebäude in Kötzschenbroda und soll es wieder werden. Einen Bahnhof hat Kötzschenbroda, seit es die Bahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig gibt. Mit der Bahn kam der Aufschwung, entwickelte sich der heutige Ortsteil damals zur Kleinstadt. Bewohnerschaft und Arbeitsplätze nahmen mit der Eisenbahnverbindung und dem modernen Bahnhof zu, der neu aufgebaut von der Königlich-Sächsischen Staatseisenbahn am 16. Juni 1896 eingeweiht wurde.

Der Bahnhof bestand damals aus einem Empfangs- und Abfertigungsgebäude, einer Wartehalle und einem Eisenbahnerwohnhaus. Jahrzehntelang wurde der Bahnhof gut besucht. Auch noch nach 1990. Allerdings vermietete die Bahn schon in den Folgejahren Teile des Gebäudes. Hier befand sich die Taxizentrale Radebeuls und auch eine Berühmtheit – das mit neun Sitzplätzen kleinste Kino der Welt.

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Der Niedergang begann, als die Bahn den Bahnhof Kötzschenbroda im Paket mit anderen Immobilien an eine britische Gesellschaft verkauft hatte. Die wollte nur den Weiterverkauf.

Die ersten Ideen, den Bahnhof Kötzschenbroda als Stadtimmobilie zu erwerben und zum Mittelpunkt eines weiteren Sanierungsgebietes in West zu machen, gab es schon seit 2007. (SZ/per)

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