merken

Bahnhofspartnerschaft angestrebt

Der Putzkauer Haltepunkt soll attraktiver und sicherer werden. Bürger und Gemeinde machen Vorschläge, um die Schließung abzuwenden.

© Steffen Unger

Die Putzkauer haben ihren Bahnhof noch nicht abgeschrieben. Rund 30 Einwohner kamen zu einer Versammlung, auf der beraten wurde, wie die drohende Schließung des Haltepunktes zum Jahresende verhindert werden kann. Die von Bürgern und Bürgermeister erarbeiteten Vorschläge sehen mehrere kleine und größere Maßnahmen vor, die den Bahnhof und sein Umfeld attraktiver und sicherer machen. Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos): „Zu den Vorschlägen gehört, Fahrradständer mit Diebstahlsschutz aufzustellen, eine fehlende Laterne auf dem Weg zum Bahnhof zu ergänzen und einen Schaukasten mit Fahrplan und Reisehinweisen am Viadukt zu installieren.“ Von der Eisenbahnbrücke an der B 98 führt eine Straße zur etwas abgelegenen Bahnstation.

Schon jetzt schippt der Bauhof der Gemeinde Schmölln-Putzkau auf einem Teil des Bahnhofes Schnee und hilft so, die Unterhaltungskosten durch den Verkehrsverbund Zvon zu reduzieren. Als nächsten Schritt strebe die Gemeinde eine Ordnungspartnerschaft mit Zvon und Bahn an, in der die Aufgaben aller Seiten festgeschrieben sind, sagte Achim Wünsche. Angedacht ist auch, im Rahmen der kreisweiten 48-Stunden-Aktion am Bahnhofsgelände durch die Putzkauer Jugendfeuerwehr Ordnung zu schaffen.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

All diese Vorschläge zielen darauf, mehr Leute fürs Bahnfahren zu gewinnen. Weil nur noch wenige Bahnreisende ein- bzw. aussteigen, prüft der Zvon seit drei Jahren, ob dieser und fünf weitere Haltepunkte in Ostsachsen noch bedient werden sollen. Die Entscheidung fällt voraussichtlich im März. Die Vorschläge der Putzkauer Bürger sollen nun im Verkehrsverbund mit den Verbandsmitgliedern besprochen werden, sagte Zvon-Sprecherin Sandra Trebesius. Für den Geschäftsführer Hans-Jürgen Pfeiffer sei diese Diskussion offen, so die Sprecherin auf Anfrage. (SZ/ir)