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Chemnitz

Bahnstrecke frühestens 2030 elektrifiziert

Von Leipzig nach Chemnitz fahren nicht vor Ende der 2020er Jahre Züge mit Strom. Nicht mal die Trasse steht fest, die Chemnitz an Fernbahnen anschließt.

Was in Köthen Alltag ist, wird in Chemnitz noch Jahre dauern: Anbindung an den Fernverkehr.
Was in Köthen Alltag ist, wird in Chemnitz noch Jahre dauern: Anbindung an den Fernverkehr. © Archivbild: Peter Gercke/dpa

Chemnitz.  Die Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig wird nach Angaben der Deutschen Bahn erst in frühestens zehn Jahren elektrifiziert sein. Er könne heute noch nicht sagen, wann der erste Spatenstich für den Ausbau erfolgen könne, sagte der Konzernbevollmächtigte für die Region Südost, Eckart Fricke, am Mittwoch nach einer Bürgerversammlung in Chemnitz. "Über eines sollten wir uns sicher sein: Ein Zeitziel wird mit Sicherheit Ende der 2020er, Anfang der 2030er Jahre sein", betonte er.

Für den Ausbau der Strecke gibt es zwei Trassenvarianten, die derzeit untersucht werden. Der Bund hat nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung den Verlauf über Borna in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Der Grund sei, dass dort bis Geithain bereits ein Fahrdraht hänge, sagte Fricke. Der Freistaat Sachsen und die Bahn favorisieren die Strecke über Bad Lausick. Dies scheine der attraktivere Weg zu sein, so Fricke.

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Chemnitz, drittgrößte Stadt Ostdeutschlands, hat keine Fernbahnanbindung. Die Elektrifizierung der Strecke nach Leipzig ist Voraussetzungen eine IC- oder gar ICE-Verbindung. "Es geht nicht nur um eine Elektrifizierung, sondern um eine Anbindung an den Fernverkehr im Idealfall in alle vier Richtungen", sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bei der Veranstaltung. (dpa)