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Wirtschaft

Bahntunnel-Initiative bei Kretschmer

Eine Pirnaer Bürgerinitiative legte ihre Tunnel-Variante der künftigen Bahnstrecke Dresden - Prag im Landtag vor. Ministerpräsident Kretschmer sicherte Unterstützung zu.

Die Elbtalstrecke der Bahn soll mit der neuen Trasse entlastet werden. Aber nicht auf Kosten Von Mensch und Natur an anderer Stelle.
Die Elbtalstrecke der Bahn soll mit der neuen Trasse entlastet werden. Aber nicht auf Kosten Von Mensch und Natur an anderer Stelle. © Archivfoto: DB Systel GmbH

Eines der größten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahrzehnte in Sachsen könnte maßgeblich von der Arbeit einer Bürgerinitiative beeinflusst werden. Bei einem Termin im Sächsischen Landtag sicherte Ministerpräsident Micheal Kretschmer (CDU) Vertretern der Initiative „Basistunnel nach Prag“ am Mittwoch seine Unterstützung zu. Der Zusammenschluss von rund einem Dutzend Bürgern aus Pirna macht sich für eine sogenannte Volltunnel-Variante der geplanten Eisenbahntrasse Dresden – Prag stark. Derzeit laufen die Voruntersuchungen für einen möglichen Verlauf der Strecke. Geplant ist, die rund 43 Kilometer lange und mit 1,3 Milliarden Euro Baukosten veranschlagte Neubautrasse zwischen Heidenau und Usti nad Labem großteils in einem Tunnel unter dem Osterzgebirge verlaufen zu lassen.

Der Bahntunnel würde zum Kernkorridor des mitteleuropäischen Verkehrsnetzes gehören.
Der Bahntunnel würde zum Kernkorridor des mitteleuropäischen Verkehrsnetzes gehören. © Deutsche Bahn

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Das milliardenschwere Bauvorhaben dauert allerdings länger als veranschlagt.

Eine bisher vom Sächsischen Wirtschaftsministerium als Vorzugsvariante vorgestellte Streckenführung sieht einen teilweise offenen Streckenverlauf südlich von Pirna vor. Die Bürgerinitiative favorisiert einen Tunnel bereits ab Heidenau, um Anwohner vor Bahnlärm zu schützen. Sie hat dazu zwei Varianten entwickelt und mit technischen Berechnungen sowie Kostenschätzungen untersetzt. Kretschmer zeigte sich davon beeindruckt und versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Vorschläge in das bevorstehende Raumordnungsverfahren aufgenommen würden. Derzeit gibt es laut Deutscher Bahn insgesamt zehn Variantenvorschläge, darunter fünf vom Freistaat. Bis Mai will die Bahn nach eigenen Angaben drei bis vier Varianten auswählen, die dann eingehender untersucht werden sollen.

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Wie die Stadtverwaltung nun mitteilte, wird die Bürgerinitiative am Donnerstag, den 21. März 2019 ab 18 Uhr in der Aula des Pirnaer Schiller-Gymnasiums, Seminarstraße 3, ihre Pläne allen Interessenten erläutern. (SZ/ce)

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