Merken

Bahnwerkstatt wächst in die Höhe

Beim Bau der Zentralwerkstatt für die Weißeritztalbahn in Hainsberg ist eine Etappe geschafft. 1,6 Millionen Euro kostet das Projekt.

Teilen
Folgen
© Karl-Ludwig Oberthür

Von Tobias Winzer

Freital. Beim Bau der neuen Zentralwerkstatt für die Weißeritztalbahn in Freital-Hainsberg geht es voran. Wie die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) als Betreiber der Weißeritztalbahn mitteilt, sind in den vergangenen Monaten Bodenplatte und Fundament verlegt worden. Nun wird der Neubau mit Beton und Mauern nach oben gezogen. Baustart auf dem Grundstück am Ende der Straße Zum Güterbahnhof war im Juni. Mit dem Neubau wird der alte Lokschuppen nebenan erweitert.

Bislang werden die Reparaturen an zwei Standorten in Freital durchgeführt – je nachdem, ob es sich um eine Lok oder einen Waggon handelt. Während sich die Lokwerkstatt in Hainsberg befindet, kommen die Waggons nach Potschappel. Das Problem: Von dort aus gibt es keinen Gleisanschluss zur Strecke der Weißeritztalbahn in Hainsberg. Statt auf schmaler Spur kommen die Wagen mit dem Tieflader von Potschappel. Ein riesiger Aufwand, der hohe Kosten verursacht.

Die Werkstatt an der Ecke Carl-Thieme-Straße/Oberpesterwitzer Straße, in die auch andere Wagen wie die der Lößnitzgrundbahn aus Radebeul zur Inspektion kamen, stammt außerdem aus den 50er-Jahren. Eine ordentliche Heizung gibt es nicht, die Bausubstanz ist schlecht, die heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze sind nicht erfüllt. Deswegen wird diese Werkstatt geschlossen. Künftig wird das Gebäude nur zum Unterstellen von musealen Waggons genutzt. Die laufende Instandsetzung von Waggons und Loks findet künftig in Hainsberg statt.

1,6 Millionen Euro gibt die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) für das Projekt aus. 90 Prozent davon kommen vom Freistaat. Mitte 2018, so der Plan, soll alles fertig sein.