merken

Bald bessere Bedingungen für Wendishainer Wehr

Jörg Roßberg hat am Sonnabend erstmals als Ortswehrleiter die Gäste begrüßt. Die wollten auch hören, wo der Schuh drückt.

© Dietmar Thomas

Hartha/Wendishain. Routiniert, wie immer, haben die Wendishainer Feuerwehrleute am Sonnabend ihren Tag der offenen Tür über die Bühne gebracht. Bei der Vorbereitung und Gästebetreuung sind die Ehrenamtlichen und ihre Frauen ein eingespieltes Team. Das hat seit März einen neuen Chef: Jörg Roßberg, 52  Jahre alt, und selbstständiger Landwirt.

Seit 1983 gehört er schon zu den aktiven Feuerwehrleuten, eine Zeit lang auch im Leisniger Ortsteil Brösen, wo er als stellvertretender Wehrleiter Verantwortung übernahm. Seitdem er nach Wendishain zurückgezogen ist, hängt seine Ausrüstung wieder da im Feuerwehrgerätehaus. Und dass er jetzt an der Spitze der Wehr steht, kommt nicht von ungefähr. „Ich war schon zehn Jahre lang der Stellvertreter von Gerhard Hanns, dem bisherigen Ortswehrleiter“, so Jörg Roßberg.

August Holder GmbH
Zuverlässigkeit und Erfahrung
Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Als nächstes steht auch bei den Wendishainern die Ausrüstung des Einsatzfahrzeuges mit der digitalen Funktechnik an. Den Mercedes durften Kinder wie Erwachsene am Sonnabend inspizieren. In vier Jahren, wenn die Ortswehr 100 Jahre alt wird, steht dann vielleicht ein neues Fahrzeug zur Präsentation und für Rundfahrten bereit. Das zumindest hoffen die Wendishainer. Als Ersatz ist ein Löschfahrzeug mit Wassertank vorgesehen, damit bei einem Brand schnell gehandelt werden kann.

Bis ein neues Fahrzeug auf den Hof rollt, muss noch ein anderes Problem gelöst werden. Für 2018 steht die energetische Sanierung des rund 40 Jahre alten Gerätehauses an. „Nur mit einem kleinen Heizgerät können wir derzeit im Winter gewährleisten, dass die Temperatur nicht unter null Grad fällt. Doch der Heizer verbraucht so viel Energie wie ein Einfamilienhaus. Daher ist geplant, das Dach zu erneuern und die Fassade zu dämmen“, so der Ortswehrleiter.

Aus seiner Sicht ist auch eine Heizung sinnvoll – und der Austausch der großen Tore. Laut Plan soll Letzteres nicht passieren. Doch Jörg Roßberg hat seine Zweifel, ob das Gesamtkonzept dann noch aufgeht: „Die Tore haben wir in Eigenleistung mal neu gestrichen. Damit sehen sie gut aus, dicht sind sie deswegen aber lange noch nicht.“

Gute Bedingungen sind aus Roßbergs Sicht wichtig, um junge Leute zu halten und Nachwuchs zu gewinnen. Zum Werben ist auch der Tag der offenen Tür gedacht. „Der Altersdurchschnitt ist mit Mitte Fünfzig nicht bedenklich. Aber wir dürfen die Jugendarbeit nicht aus den Augen verlieren.“ Derzeit zählt die Wendishainer Abteilung rund 20 aktive Helfer, acht davon sind Atemschutzgeräteträger.