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Bald Fahrräder für alle?

Eine ungewöhnliche Aktion könnte demnächst in Radeberg umgesetzt werden.

© dpa

Radeberg. Die Idee stammt aus Emsdetten im Münsterland. In der Stadt hatten Bürger 2009 eine ungewöhnliche, aber durchaus erfolgreiche Aktion gestartet. Sie haben ausrangierte Fahrräder gesammelt, repariert, einheitlich angestrichen und gekennzeichnet. Und diese Fahrräder kann nun einfach jeder nutzen. Von zahlreichen Abstellplätzen können die nicht angeschlossenen Räder für maximal drei Tage genutzt werden. Nach Gebrauch werden die Fahrräder einfach an einen der Abstellorte zurückgebracht. Rund 130 Fahrräder stehen so in dieser Stadt bei einer Einwohnerzahl von knapp 35 000 zur Verfügung. Die Fahrraddiebstähle gingen von 918 auf 598 pro Jahr zurück, so die Organisatoren.

Helfer und Räder gesucht

Nun überlegen auch Radeberger, diese Idee aufzugreifen. Der ökumenische Initiativkreis der Radeberger Kirchen hat bereits gespendete Fahrräder gesammelt und sucht nun ehrenamtliche Helfer, diese Räder auf Vordermann zu bringen. Schon ein bis zwei Stunden pro Woche würden helfen, hoffen Gert Loose und Dr. Hartmut Kirschner vom Initiativkreis auf Unterstützung. Wobei sich die Organisatoren auch gut vorstellen könnten, in Radeberg ansässige Asylsuchende in dieses Projekt zu integrieren, wie es heißt.

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Zudem werden auch noch weitere Fahrräder als Spende gesucht. (szo)

Interessierte an der Aktion „Fahrräder für alle“ melden sich einfach unter Telefon 0174 7434821 (Dr. Kirschner) oder 03528 443333 (G. Loose).