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Bald Licht im Schacht?

Eine Arbeitsgruppe soll ausloten, ob der Brunnen in Pirna auf der Dohnaischen Straße wieder sichtbar wird. Das Ergebnis: völlig offen.

© Archiv/SZ

Von Thomas Möckel

Pirna. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründ’ ich einen Arbeitskreis: Eine Arbeitsgruppe soll in Kürze ergründen, ob und möglicherweise wie der 2016 von der Stadt eilends verfüllte historische Brunnen auf der Dohnaischen Straße wieder freigelegt und sichtbar gemacht werden kann. Darauf hatten sich die Stadträte im Juni nach langer und hitziger Diskussion geeinigt. Nach Aussage des Rathauses soll sich die Arbeitsgruppe in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 23. August konstituieren. Nach dem Willen des Stadtrates soll die Truppe mit je einem Vertreter aus jeder Fraktion, Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie Mitgliedern der Brunnen-Initiative besetzt sein. Die Fraktionen haben bis zum 30. Juli Zeit, der Stadt mitzuteilen, wen sie in die Gruppe entsenden. Möglicherweise kommen auch noch Fachleute hinzu, die sich mit Pirnas Historie und speziell mit der früheren Wasserversorgung beschäftigen. Nach ihrer Gründung soll die Arbeitsgruppe dann tagen und sich möglichst auf einen gemeinsamen Nenner einigen. Ziel ist, dass das Projekt bis zur Diskussion um den neuen Haushalt im Herbst steht, um es gegebenenfalls noch im Doppeletat für 2019/2020 zu verankern.

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Ein Initiative um Ronny Kürschner, Chef des Vereins „Pirna in Aktion“ (PIA) hatte 2017 eine Geldsammel-Aktion gestartet, um den Brunnen aus dem 13. Jahrhundert wieder sicht- und erlebbar zu machen, der schon am Tage seiner Entdeckung wieder verfüllt worden war. Heraus kamen fast 11 000 Euro. Die Stadt konterte mit geschätzten Freilegungskosten von fast 94 000 Euro, sehr zum Ärger der Initiative, die die Summe für völlig überzogen hält. Nun wollen alle Seiten an einem Kompromiss arbeiten.