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Bald mehr neue Arbeitsplätze in Freitaler Glashütte

© Archiv: SZ

Mit dem Neubau einer Produktionshalle werden weitere Jobs geschaffen.

Von Annett Heyse

Freital. Freitals Glaswerk expandiert und will weitere Arbeitsplätze schaffen. Das verkündete die Geschäftsführung beim Spatenstich für eine neue Produktionshalle. „Wir rechnen mit mindestens 33 neuen Stellen, wahrscheinlich mehr“, sagte Hans-Bernhard Führ, einer der Geschäftsführer.

Die Glashütte Freital, so der Name des Unternehmens seit 2013, verarbeitet täglich um die 120 Tonnen Glasschmelze. Daraus entstehen im Schnitt 300 000 Flaschen und Gläser, vor allem für Getränke- und Lebensmittelhersteller. Die Jahresproduktion liegt aktuell bei 80 Millionen Gefäßen. Freital hat sich vor allem auf individuelle Glaswaren spezialisiert. In der Region werden beispielsweise die Winzergenossenschaft Meißen und der Schokoaufstrich-Produzent Nudossi in Radebeul beliefert.

Weil die Nachfrage nach Glas kaum noch befriedigt werden kann, soll das Werk jetzt erweitert werden. In einem ersten Bauabschnitt entsteht eine Halle für einen neuen Schmelzofen und eine Verarbeitungslinie. Die Produktionsleistung erweitert sich damit um 150 Tonnen Glasschmelze pro Tag, die Jahresleistung soll auf 180 Millionen Flaschen und Gläser ausgebaut werden.

Dafür geeignetes Personal zu finden, macht der Geschäftsführung allerdings Sorgen. „Der Arbeitsmarkt ist massiv angespannt“, gibt Führ unumwunden zu.

Freital ist die kleinste Glashütte Deutschlands und hat einen Marktanteil von 0,8 bis 0,9 Prozent. Bis 2013 gehörte das Werk zum Preiss-Daimler-Konzern, bevor es von den heutigen Gesellschaftern gekauft wurde.